5millionenschritte

Appalachian Trail 2013 – so weit die Füße tragen

Wasseraufbereitung

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Wasser1
Wasseraufbereitung ist ein wichtiges Thema für unsere Wanderung. Da wir nur ca. alle 4 Tage in eine Stadt kommen und uns mit Vorräten eindecken können, ist es unmöglich für uns, all unser benötigtes Trinkwasser (in 4 Tagen mindestens 12 Liter pro Person) von dort mitzuschleppen. Wir planen deshalb, unterwegs jeweils zwei 1-Literflaschen mitzuführen, die wir in den Pausen mit Wasser auffüllen. Wasserstellen sind genug entlang des Trails vorhanden, allerdings nicht unbedingt in der Trinkwasserqualität, an die wir gewöhnt sind.

Für die Wasseraufbereitung gibt es verschiedene Möglichkeiten, die für Wanderer (und vor allem solche auf langen Strecken wie wir) mehr oder weniger geeignet sind:

Abkochen
Die klassische Methode und bei ausreichender Kochdauer für kurzfristigen Gebrauch auch sehr zuverlässig. Kostet allerdings viel Brennstoff, ist sehr zeitintensiv und entfernt keine Chemikalien. Schwebstoffe, Gerüche und Geschmack bleiben im Wasser.

Chemie
Tötet bei den richtigen Mitteln einfach alles, was an schädlichen Keimen im Wasser ist und das auch für langfristige Lagerung. Außerdem ist das Zeug leicht und klein und damit gut für uns zu transportieren. Die Nachteile sind die lange Wartezeit, bis die Chemikalien wirken (bis zu 30 min) und die negative Auswirkung auf den Geschmack sowie der Verbleib dieser Chemikalien im Wasser. Außerdem werden die Schwebstoffe im Wasser nicht entfernt.

UV-Strahlung
Es ist eine sehr faszinierende Möglichkeit, sämtliche schädlichen Keime ohne Chemie, mit Hilfe eines kleinen Leuchtstab – der aussieht wie ein Miniatur-Laserschwert aus Star Wars – zu töten. Die Vorteile dieser eleganten Lösung sind, dass alle Keime tot sind und trotzdem keine schädliche Chemie im Wasser ist. Leider ist es jedoch anscheinend furchtbar kompliziert und sehr teuer, die passenden Batterien in den USA zu besorgen und der Stromverbrauch dieser Mini-Schwerter ist sehr hoch. Zudem sollte man sie nur bei klarem Wasser anwenden und im Vergleich zur Chemie sind sie auch recht schwer.

Filter
Filter sind die einzige der hier vorgestellten Methoden, die Schweb- und Geruchsstoffe aus dem Wasser entfernen. Zudem werden je nach Filterart auch noch die meisten Keime und Bakterien herausgefiltert. Allerdings besteht in der Regel ein gewisses Restrisiko was so manche Virenarten angeht und die Filter sind auch relativ schwer.

Um ganz auf der sicheren Seite zu sein haben wir uns erstmal für eine Kombination aus Filter und Chemie entschieden – wir werden euch über unsere Erfahrungen damit auf dem Laufenden halten!

Als kleines Highlight zum Schluss: Das da in dem Messbecher hat der Filter beim ersten Einsatz aus unserem sauberen Leitungswasser gemacht…
Wasser2
(Das ist allerdings normal, dass das am Anfang so schwarz ist, da es sich um einen Aktivkohlefilter handelt. Die nächsten 200ml waren dann wie es sich gehört einwandfrei und gut genießbar)

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