5millionenschritte

Appalachian Trail 2013 – so weit die Füße tragen

Wieso eigentlich?

3 Kommentare

Irgendwann im Herbst 2010 hab ich die Reportage „Durch die Wildnis Amerikas – 3000 km zu Fuß“ gesehen und mir gedacht, dass das mal eine echte Herausforderung wäre.

Dazu muss man wissen: ich habe wandern immer gehasst! Meine Eltern haben mich früher Berge hoch und runter getrieben, durch Wälder wandern lassen und immer wieder zum Spazieren gezwungen. Das war nie meine Welt!!! Und trotzdem hat mich der Gedanke nicht losgelassen… Nachdem ich mehrere Trail Journals gelesen hatte, habe ich mir immer wieder die selbe Frage gestellt: Könnte ich das auch schaffen???

Um das herauszufinden gab es nur eine Möglichkeit: Wandern! Also bin ich im Frühjahr 2011 aufgebrochen und von Genf nach Le Puy-en-Velay und zum Teil zurück gelaufen. 480 km in gut drei Wochen. Das seltsame war, dass es mir gefallen hat! Die Freiheit, die großartigen Begegnungen auf dem Weg und auch die üblen Momente (5 Tage im Hotel wegen einem überlasteten Knie…). Ich habe unglaublich viel über meine eigene Leistungsfähigkeit gelernt und feststellen müssen, dass insbesondere der Inhalt meines Rucksacks den ein oder anderen Gedanken mehr benötigt.

Aus verschiedenen Gründen ging es dann nicht schon im Jahr 2012 los. Das war auch gut so! Nachdem wir beschlossen hatten, es gemeinsam zu versuchen, gab es noch so viel mehr zu tun. Dank der Hilfe von Carsten stand die grobe Gear List relativ schnell fest und wir haben in meiner Heimatstadt Frankfurt (Oder) einen Outdoorladen gefunden, der alles besorgen konnte. Blieb noch die Frage, ob wir das auch zu zweit packen können. 280 km in Italien haben bewiesen, dass es nicht einfach aber machbar ist…

Glücklicherweise habe ich einen Chef, der verstanden hat wie wichtig dieses Projekt für mich ist und mir die Möglichkeit eröffnet hat, mit einer Kombination aus aufgespartem Urlaub und unbezahlter Freistellung diesen Traum zu verwirklichen!

Aber es stellt sich dann doch immer wieder die Frage: Wieso??? Weil es ein Abenteuer ist, weil es für uns Büroarbeiter eine völlig andere Welt ist, weil ich wissen will, ob wir das schaffen können (ja, es ist möglich, sonst würde ich es nicht versuchen!), weil ich am Ende auf Mount Katahdin stehen will und auf diesen Weg zurück blicken will mit dem Wissen, dass wir das aus eigener Kraft geschafft haben! Und vor allem:

Wieso eigentlich nicht?!

3 Kommentare zu “Wieso eigentlich?

  1. Ich finde, die Frage müsste lauten: Wieso eigentlich nicht?

  2. Ja warum eigentlich nicht??? Ich sage nur „Tappenkarsee“!!!!!
    Die Reisepudel

  3. „Wandern ist die vollkommenste Art der Fortbewegung, wenn man das wahre Leben entdecken will.
    Es ist der Weg in die Freiheit.“
    (Elizabeth von Arnim)

    Alles Gute euch beiden!

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