5millionenschritte

Appalachian Trail 2013 – so weit die Füße tragen

Die ersten Schritte sind gemacht! – Approach Trail (8,8 mi), Stover Creek Shelter (mi 2,8)

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Springer Mountain

Heute haben wir uns beim Fruehstueck sehr beeilt, um so schnell wie moeglich aufzubrechen. Das Wetter war traumhaft und sollte auch den ganzen Tag so bleiben! Nach einer herzlichen Verabschiedung von Caroline wurden wir alle von Josh der Reihe nach zu unseren Startpunkten gebracht: Diet Coke zu ihrem Endpunkt von gestern am Hightower Gap, Sparky, Annie, Jeff und Jon zum Parkplatz vom Springer Mountain und Frank und ich zum Amicalola Falls State Park Visitor Center.

Dort haben wir uns noch schnell als Thru-Hiker eingetragen und nachdem Josh uns noch mit auf dem Weg gegeben hatte „If you have any problem you can call us, don’t hesitate“ sind wir losmarschiert. Zunaechst war der Weg noch sehr „zivilisiert“ – Teer und Treppen, zu den Amicalola Falls und die Wasserfaelle entlang nach oben. Diese Treppen hatten es allerdings in sich! Einmal 175 und dann nochmal 425 Stufen! Der Anblick des Wasserfalls war wunderschoen und die Anstrengung sicher wert – ich weiss allerdings nicht, wie oft wir anhalten mussten, um Atem zu schoepfen! Oben angekommen war dann das faszinierendste, dass diese grossen Wasserfaelle von einem kleinen Rinnsal von Baechlein erzeugt werden.

Nach einer kurzen Pause mit einem letzten Muelleimer, um unsere Bananenschalen los zu werden (die wollten wir ungern ueber Nacht in unseren Essenssack packen), ging es weiter. Der Weg wurde endlich etwas wilder – so wie wir uns das vorgestellt hatten: ein schoener Waldpfad mit dem einen oder anderen Felsen. Die meisten Baeume tragen noch kein Laub, aber es gibt an einigen Stellen soviel Rhododendron, dass man sich fast wie im Dschungel fuehlt (das, was ich mir halt so unter Dschungel vorstelle). Die Auf- und Abstiege waren oft sehr steil und wenn dann noch Felsen und Wurzeln auf dem Weg waren mussten wir uns schon sehr konzentrieren beim Gehen. Allerdings war der Pfad schoen abwechslungsreich und es ging nicht konstant bergauf oder bergab sondern angenehm im Wechsel.

Nach 8,8 Meilen konnten wir den Approach Trail mit einer grossartigen Aussicht von Springer Mountain abschliessen! Nach einer kurzen Pause (natuerlich mit Snack) und nachdem wir einen Thru-Hiker von 2011 und zwei Mitwanderer kennengelernt haben, haben wir uns noch schnell im Gipfelbuch verewigt und Beweisfotos geschossen.

Da wir uns noch echt fit fuehlten und es auch erst halb vier war, war klar, dass wir noch zum Stover Creek Shelter (2,8 Meilen weiter auf dem Appalachian Trail) gehen wollten. Auf dem Weg runter zum Springer Mountain Parkplatz und von dort dann zum Shelter sind uns so viele Leute begegnet wie den ganzen Tag ueber nicht. Am Parkplatz war das recht praktisch – wir konnten einer Gruppe von Tageswanderern unseren Muell mitgeben (nachdem sie verstanden hatten, dass wir nur unseren Muell loswerden und nicht bei ihnen mitfahren wollten, waren sie so erleichtert, dass sie das mit groesster Freude gemacht haben 😉 ). Danach ging es ziemlich flott weiter und wir waren noch vor fuenf am Shelter – damit hatten wir insgesamt fuer die 11,6 Meilen nur 6,5 Stunden gebraucht, 1,5 Stunden weniger als erwartet!

Am Shelter angekommen haben wir als erstes gleich unseren Zeltplatz reserviert, weil wir befuerchteten, dass noch viele Leute nachkommen wuerden – wir hatten die ein oder andere Gruppe auf dem Weg zwischen Parkplatz und Shelter getroffen. Letzten Endes waren wir dann aber nur zu siebt am Shelter, was ganz angenehm war. Zeltaufbauen, Wasser holen, Wasser aufbereiten – lauter wichtige Aufgaben mussten erledigt werden. Dann gab es endlich unser erstes Abendessen. Das war wirklich eine Enttaeusschung! Ich hatte es mir widerlich vorgestellt, aber das war noch ekliger als alles, was ich mir vorgestellt hatte! Zum Glueck hatte Frank gestern noch lecker Reese’s Peanutbutter Cups fuer uns zum Nachtisch besorgt – das hat dann meine Laune wieder etwas gehoben.

Jetzt liegen wir im Zelt, der Wasserfall rauscht und wir schlafen das erste Mal draussen! Fazit des Tages: der Approach Trail ist hart, aber er lohnt sich!

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