5millionenschritte

Appalachian Trail 2013 – so weit die Füße tragen

Noch mehr Schnee – Bly Gap nach Carter Gap Shelter (mi 93,9)

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Es war eine gute Entscheidung, im Bly Gap zu übernachten! Ich habe richtig gut geschlafen und es war schön warm und kein Wind. Mich hat noch nicht einmal das nächtliche Schnarchkonzert gestört – da muss wirklich in jedem Zelt mindestens ein Schnarcher gewesen sein. Was ein richtiger Hiker ist, schnarcht (vielleicht hilft’s, die Bären abzuschrecken?)! Oh, und es gab außer dem Schnarchkonzert noch so einiges zu hören heute Nacht: als ich morgens beim Frühstück das Heulen, das ich nachts gehört hab, nachgemacht habe, hat man mir gesagt, das seien wohl Kojoten gewesen! Und eine andere Frau hat eine Eule gehört – endlich mal ein bisschen spannendere Wildtiere!

Weil ich es so schön im Schlafsack fand, sind wir heute morgen erst um kurz vor zehn los gekommen… Dafür waren wir dann wieder mit einer guten Geschwindigkeit unterwegs, trotz krasser Steigung beim ersten Berg (der war wieder nicht in unserem Buch vermerkt und wieder in Verbindung mit einem Sassafras Gap…). Gut, dass wir den gestern Abend nicht mehr gemacht hatten!

Danach war der Weg dann sehr angenehm vom Profil, allerdings nicht so sehr von den Wegzuständen her: zwischen knöcheltiefem Matsch, rutschigen Felsen und festgetretenem Schneeeis hatten wir heute zu allem Überfluss auch noch knietiefe Schneeverwehungen!!! Gegen Ende des Tages hat es dann auch noch angefangen, zu schneien – als ob nicht schon genug Schnee da nläge. Und wir hatten nicht dran gedacht, unsere Regencover über unsere Rucksäcke zu spannen, so dass sie dann doch leicht feucht waren…

Bei einem kleinen Zwischenstopp am Muskrat Creek Shelter konnten wir uns nochmal über unsere Entscheidung, die Nacht im Bly Gap zu verbringen, freuen: um das Shelter herum lag Schnee und es war deutlich kälter und feuchter als am Zeltplatz. Es wäre wohl ziemlich schwierig geworden, dort so einen guten Platz zu finden, wie der, den wir heute Nacht hatten.

Am Carter Gap Shelter angekommen, mussten wir unser Zelt im dichten Schneefall aufbauen. Auch wenn der Schnee noch während des Aufbaus aufgehört hat zu fallen, waren wir weiterhin sehr fix, um unsere Sachen so schnell wie möglich ins Trockene bringen zu können. Ich bin ziemlich stolz auf uns, wie fix und gut wir das hinbekommen haben. Wir wollten erst eigtl. im Shelter schlafen wegen des Schnees aber dort sollen Mäuse sein – dann lieber nicht! (mir ist es eh lieber, im Zelt zu schlafen – viel wärmer und man kann sich seine Nachbarn aussuchen)

Sparky ist auch hier – er hat sich sehr gefreut, uns wiederzusehen und ist sogar extra nochmal aus seinem Zelt raus gekommen, um mit uns zu reden. Mellow Jonny ist weiterhin mit uns im gleichen Rhythmus unterwegs und hat es auch noch hierher geschafft.

Dadurch dass wir heute nach einem späten Aufbruch noch so viele Meilen (15 – unsere längste Etappe bisher) gemacht haben, sind wir erst sehr spät im Camp angekommen. Als wir zusammen mit Mellow Jonny Abendbrot gegessen haben, waren alle anderen schon im Bett. Inzwischen sind wir auch im Zelt und es ist nicht mal mehr Restlicht draußen zu sehen.

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