5millionenschritte

Appalachian Trail 2013 – so weit die Füße tragen

Rock Gap nach Wayah Shelter – 23,52km

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Um 8:35 Uhr stand das von Mellow Jonny organisierte Shuttle vor der Tür. Ein schwarzer Pickup Truck mit zwei Notsitzen auf der Rückbank und wir waren zu fünft. Backstreet und ich haben uns dann freiwillig bereit erklärt, auf der Ladefläche bei den Rucksäcken mitzufahren. In der Regenjacke war das nicht mal kalt. Nach einem kurzen Stop beim Post Office sind wir aus dem nebligen Franklin hinaus in die Berge gefahren. Als wir aus dem Tal heraus waren, konnte man sehen, dass es kein Nebel so der sehr niedrig hängende Wolken waren!

Um halb zehn wurden wir beiden am Rock Gap abgesetzt. Da die anderen schon bis Winding Stair Gap gelaufen waren, wurden sie danach dorthin gebracht. Diese knapp 4 Meilen mussten wir erst noch laufen. Der Ruhetag hat uns anscheinend gut getan, denn schon nach 1,5 Stunden kamen wir dort an. Passend zum Sonnenschein stand dort ein Kleinbus mit einer großen Kiste eiskalter Sodas und Bier. Auf meinen „Kein Bier vor vier“ Hinweis bekam ich zur Antwort, dass es in Deutschland doch bestimmt schon längst um vier sei! Wir haben uns aber doch für die Cola entschieden. Kurz nach dem Gap haben wir auch die beiden Deutschen von unserem ersten Tag im Hiker Hostel wiedergetroffen: Alex (jetzt Smokes) und Max (jetzt Smiley Virgin).

Kurz nach unserer Mittagspause kamen wir in das Tal, in dem gestern schon Kristin laut ihrem Blog in den Genuss von groß gefeierter Oster-Trail-Magic gekommen ist. Ein paar Zelte und der Pavillon standen immer noch, es gab noch Bier und einige der Anwesenden hatten wohl auch seit gestern durchgefeiert. Auf ein Bier ließen wir uns breitschlagen aber dann musste es auch weitergehen!

Ob es an diesem einen Drink lag oder an dem echt langen Tag ist bisher nicht geklärt, aber irgendwie haben wir es dann geschafft, uns zu verlaufen. Nachdem wir die Aussicht auf dem Wayah Bald ausgiebig genossen und auch den Abzweig gefunden hatten, an dem der AT sich wieder vom John Byrne Trail trennte, standen wir plötzlich mitten im Wald ohne noch ein Fitzelchen von einem weißen Blaze zu sehen. Der Weg vor uns, soweit man von einem solchen reden konnte, sah irgendwie auch nicht nach einem stark begangenen Trail aus. Also Kommando zurück, bis zu derStelle, an der wir das letzte Mal mit Sicherheit richtig waren. Da haben wir dann bemerkt, dass wir statt die Kehre nach rechts zu nehmen, einfach fälschlicher Weise stumpf gerade aus gelaufen sind…

So haben wir es dann doch noch zum Shelter geschafft und wurden dort mit großem Hallo von Sparky, Mellow Jonny, Roadrunner, Coach, Han Solo, Monk, Christa, Nick und seinem Hund Gus und dem Pärchen aus Helen begrüßt. Zelt aufbauen (der Boden neigt sich stark zu meiner Seite hin), Essen kochen, Food Bags in den Baum hängen. Letzteres gestaltete sich heute so schwierig, dass es bis nach Einbruch der Dunkelheit dauerte und nur Dank Jonnys Wurfhilfe ein glückliches Ende fand. Dafür hängen unsere Beutel jetzt so bärensicher wie noch nie in gut drei Meter Höhe!

Noch 3.304km

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