5millionenschritte

Appalachian Trail 2013 – so weit die Füße tragen

Wayah Shelter nach A. Rufus Morgan Shelter – 24,8km

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Eigentlich fing der Tag ganz gut an, nachdem die Nacht wegen dem schief stehenden Zelt und dem vielen Wind echt mies war! Veronikas Wecker hat um sieben geklingelt, weil wir uns den an diesem Shelter angeblich so fantastischen Sonnenaufgang ansehen wollten. Nun ja sooo toll war er nun wirklich nicht und außerdem stand ein halber Berg davor! Die erste Wanderung des Tages führte uns zum Bach. Ich glaube, das war bisher die weiteste Entfernung zwischen Wasserstelle und Shelter. Dementsprechend spät (viertel nach neun) sind wir losgelaufen.

Der Plan (bzw. meiner) war bis zum Nantahala Outdoor Center (NOC) zu laufen und die Strecke nach Fontana Dam in den nächsten zwei Tagen. Nur haben wir anscheinend immer noch kein Glück mit dem Wetter. Für Donnerstag und Freitag ist angeblich Regen angesagt und mit nassem Zeug wollen wir nicht in die Smokies! Außerdem ist in Fontana wohl alles ausgebucht, was die Vorratsbeschaffung unheimlich erschwert. Die Einkaufsmöglichkeiten in NOC und Fontana sind wohl sehr beschränkt. Von daher wollten wir in NOC den aktuellen Wetterbericht abfragen und sehen, welche Optionen uns bleiben.

Das setzte aber voraus, dass wir um spätestens 16:30 Uhr da sein mussten, da der Outfitter dort schon um fünf schließt. Ich hielt das für machbar, da es nur wenig bergauf und am Ende eigentlich nur bergab gehen sollte. Unterwegs zum letzten Anstieg haben wir unsere ersten Southbounder getroffen. Im Gegensatz zu uns Northboundern laufen die den Weg von Katahdin nach Süden zum Mount Springer. Normalerweise starten sie wohl im Frühsommer und sind dann im November/Dezember am Ziel. Diese beiden sind aber erst im August gestartet und den gesamten Winter durchgewandert!

Bis zum späten Nachmittag war das Profil recht zivilisiert. Und ich war ziemlich fest davon überzeugt, rechtzeitig in NOC zu sein. Bis die letzten sieben Meilen (gut 10km) begannen… Veronika meint ja, dass sie in North Carolina einfach zu faul sind, einen richtigen Trail anzulegen und den Weg einfach senkrecht die Berge hoch- und runter führen. Es liegt aber wohl daran, dass der Staat hier das Land links und rechts nicht kaufen konnte. Jedenfalls ging es über eine echt schöne Ridge Line und dann verschwand der Trail plötzlich ins Leere. Es ging einfach geradeaus weiter den Berg hinunter. Über weite Strecken war das eine einzige Kletterpartie!

Als wir endlich unten am letzten Shelter vor NOC waren, war es schon halb sechs, unsere Knie schmerzten und alle anderen haben auch hier gestoppt. Selbst Sparky hatte sich bis hierher durchgekämpft, obwohl er nicht mehr als 12 Meilen machen wollte. Es gab einfach keinen vernünftigen Grund, die eine Meile weiterzugehen und dann 34$ für zwei Betten im Bunk Room auszugeben. Also haben wir unser Zelt auf den letzten verfügbaren Platz gestellt (mit massivem Gefälle zum Fußende) und werden morgen früh mit allen anderen um acht nach NOC zum Frühstück stürmen. Bunk Room Breakfast haben Roadrunner und ich es getauft, weil das gesparte Geld in Essen investiert wird.

Noch 3.279km

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