5millionenschritte

Appalachian Trail 2013 – so weit die Füße tragen

Aufbruchsstimmung – Stecoah Gap nach Fontana Dam Shelter (mi 165,8)

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Wir hatten wieder mal einen etwas hektischen Start in den Tag. Zwar haben wir heute nicht mal eine Stunde vom Aufstehen bis zum Packen gebraucht aber wir hatten bis zur letzten Minute gehofft, dass wir doch den 8:30h Shuttle nehmen müssten und nicht schon den um 8h. Die Besitzerin des Philips Motels höchstpersönlich hat uns in ihrem Mercedes mit heller Innenausstattung (verträgt sich schlecht mit Hikerstiefeln) zum Gap gefahren. Kaum dass wir ausgestiegen waren, kam schon der zweite Shuttle an, mit Monk, Han Solo, Coach, Peanut, Mountain Goat, Blue Bonnet und Yank im Gepäck. Es war der Mann, der uns nach Robbinsville gebracht hatte. Nach der üblichen Wiedersehensfreude und dem Austausch der letzten Neuigkeiten ging es los auf den Trail. Die anderen hatten nicht nur für fünf Tage Essen gekauft sondern für acht Tage. Dementsprechend enorm und schwer waren ihre Rucksäcke und einige waren heute deutlich langsamer unterwegs als sonst – dadurch konnten dann zur Abwechslung wir sie mal überholen.

Sparky und Siren ( Kristin) waren schon voraus geprescht, kaum dass wir aus dem Auto raus kamen. Gegen zwölf Uhr hatte die Sonne dann endgültig die Wolken verdrängt und den Rest des Tages konnten wir nur mit Longsleeve obenrum bekleidet wandern. Der Tag gestern und die letzte Nacht draußen waren wohl recht hart gewesen – aufgrund des Regens waren die Temperaturen (wohl so um die 5-8 Grad Celsius) einfach viel schwerer zu ertragen gewesen. Außerdem war der Weg auch in einem schlechten Zustand, so dass das Wandern wenig Spaß machte. Wir haben nur noch die Nachwehen zu spüren bekommen – aber knöcheltiefen Matsch sind wir ja inzwischen gewohnt… Neu war, dass die Steine aufgrund der darauf wachsenden Flechten und Moose fies glitschig waren. Daran mussten wir uns erst Mal gewöhnen.

Zum Mittagessen war aber strahlender Sonnenschein und wir haben die ganze Truppe bis auf Kristin beim Cable Gap Shelter angetroffen. Frisch gestärkt ging es dann weiter zum Fontana Dam Shelter, auch Fontana Hilton genannt, da es dort richtige Toiletten und sogar eine Dusche mit warmem Wasser gibt (man muss das mit dem Duschen nur richtig takten, damit genug Warmwasser nachlaufen kann zwischen den einzelnen Benutzern)!! Wir hatten überlegt, einen Shuttle zum Visitor Center zu nehmen, um dort Pizza und Bier zu bekommen, aber beim Shelter angekommen, war dort noch die Trail Magic, die Sirens Freunde gestern gemacht hatten: Unmengen an allen möglichen Softdrinks und Chips und Obst. Also hatte niemand so richtig Lust, „unser Haus“ zu verlassen. Da wir alle bis auf Sparky im Shelter schlafen, war hier heute noch ein viel stärkeres Gemeinschaftsgefühl, finde ich. Hatte so ein bisschen was von Klassenfahrt!

Ich bin schon ziemlich aufgeregt, weil es morgen in den Great Smoky Mountains National Park geht. Auch bei den anderen ist die Aufregung zu spüren, das wird nochmal was anderes als unser bisheriges Trailleben. Da das Wetter schön sein soll und wir uns inzwischen schon an den Gedanken, dass Bären da draußen rumlaufen, gewöhnt haben, erscheinen uns Dayhiker als die größte Bedrohung – die nehmen uns Platz weg und machen abends lange Lärm!

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