5millionenschritte

Appalachian Trail 2013 – so weit die Füße tragen

Hot Springs nach Spring Mountain Shelter – 17,6km

Hinterlasse einen Kommentar

Essen fuer fuenf Tage

Entweder wollte Hot Springs uns nicht loslassen oder unser Unterbewusstsein hat uns daran gehindert, die Stadt schnellstmöglich zu verlassen! Es war bereits elf Uhr, als wir wieder unterwegs waren. Dabei sind wir extra schon um sieben aufgestanden, während die anderen drei (Mellow Jonny, Backstreet und Double-Take) noch friedlich schliefen. Auch im Diner waren sie heute schneller und wir waren um halb neun fertig mit unserem Frühstück. Da die Post erst um neun aufmacht, konnten wir noch unseren Blogeintrag für gestern schreiben und hochladen.

Nachdem Veronika ihre zweite, zum Wandern ungeeignete, Hose und ihren Becher, den sie hier noch nie benutzt hat, zurück nach Hause geschickt hat, mussten noch die Vorräte aufgeteilt und die Rucksäcke gepackt werden. Der ganze Tisch in der Cabin war voller Essen! Wer soll denn das bitte alles schleppen? Immer wenn es mit Lebensmitteln für fünf Tage aus einer Stadt rausgeht fühlt sich mein Rucksack doppelt so schwer wie sonst an. Dabei dürften es nur so um die vier mehr Kilo sein.

Unser Plan war, heute 15 Meilen zu gehen und bei einem Hostel zu campen. Als ich mir das ganze kurz vor Abmarsch nochmal angesehen habe, musste ich feststellen, dass es eher 16 Meilen und nochmal eine zum Hostel waren. Das war bei unserem späten Aufbruch doch eher illusorisch. Dazu kam noch, dass es die ersten elf Meilen fast nur bergauf gehen sollte. Um es kurz zu machen, das war nicht mein Tag! Der Rucksack zu schwer, das Wetter zu heiß, die Berge zu steil und der Frank zu schwach…

Als um fünf unser Wasser (2l für jeden) fast alle war und wir die Flaschen an einem Bach zwei Meilen vor dem nächsten Shelter gefüllt haben, war klar, dass wir heute wohl nicht viel weiter kommen würden. Dem war dann auch so. Unser Zelt steht jetzt auf einer Anhöhe über dem Shelter und bis auf die Bärenkabel nutzten wir hier auch nichts. Die anderen machen es genauso. Die Angst vor der „Shelter Krankheit“ ist zu groß. Vor allem die letzten Shelter vor Erwin sind wohl (laut Forrest Service) von einem fiesen „24-Stunden-Magen-Darm-Virus“ heimgesucht worden.

Morgen müssen wir mehr Meilen schaffen! (Am liebsten würde ich die Hälfte meiner Lebensmittel auf Vorrat essen um den Rucksack leichter zu machen!)

Noch 3042km

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s