5millionenschritte

Appalachian Trail 2013 – so weit die Füße tragen

Nach der Stadt ist immer etwas schwerer – Hot Springs nach Spring Mountain Shelter (mi 284,9)

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Ausblick vom Firetower

In diesen kleinen Holz-Cabins haben wir alle richtig gut geschlafen. Als Franks Wecker um 7h klingelte, rührte sich von den anderen niemand. Um unsere Mitbewohner (Backstreet, Double-Take und Mellow Jonny) nicht mit unseren Packaktivitäten zu stören, sind wir also erstmal frühstücken gegangen. Wir waren wieder im guten alten Smoky Mountains Diner. Die Bestellung war nicht so ganz einfach, ich wollte einen Bacon Biscuit und einen Tomaten Biscuit, beide mit Käse und Ei. Nachdem Frank dann einzeln aufgezählt hat, was auf jeden der beiden Biscuits drauf sollte, hab ich auch bekommen, was ich wollte. Dafür habe ich heute für den Refill meines Tees (hier wird einfach heißes Wasser nachgeschüttet) sogar noch einen frischen Beutel gekriegt!

Frisch gestärkt ging es zur Post. Ich wollte meine „Stadthose“ (die schwarze) und meine Tasse zurück nach Deutschland schicken. Die Tasse haben wir noch nie benutzt und die Stadthose war zwar prima als schönere, saubere Hose in der Stadt aber eigentlich nur zusätzliches, unnötiges Gewicht. Jetzt werde ich in der Stadt zum Waschen meine Regenhose anziehen und dann die saubere Wanderhose. Es war ziemlich schwierig ein Paket in der passenden Größe zu finden und für die Customs Declaration haben wir uns zur Sicherheit von der Frau am Schalter beraten lassen.

Unser letzter Weg in der Stadt führte uns zum Outfitter, um den Rechner dort nutzen zu können. Endlich konnten wir zurück zu unserer Cabin, um unser Essen aufzuteilen und die Rucksäcke zu packen! Als wir endlich abmarschbereit waren, war es schon kurz nach elf. Das Tagesziel, ein Hostel in ca. 17 Meilen Entfernung rückte in immer weitere Ferne. Trotzdem waren wir noch relativ optimistisch, es schaffen zu können, da wir ja gut genährt und erholt waren.

Schon beim ersten Anstieg in der brütenden Hitze mit dem schweren Gewicht der frisch aufgefüllten Rucksäcke auf dem Rücken wurde uns klar, dass das heute eine andere Nummer werden würde als der Weg nach Hot Springs am Samstag. Die schweren Rucksäcke und die Hitze machten uns beiden ziemlich zu schaffen. Beim Mittagessen hofften wir noch, wir würden wenigstens ein paar Meilen weiter als das Shelter kommen. Zwischenzeitlich wollten wir unser Wasser nochmal auffüllen und das am alten Feuerturm machen, von dem 5One-6One erzählt hatte. Erstmal sind wir auf den falschen Weg abgebogen (so konnten wir ein Stück des ehemaligen AT entlanglaufen) und dann gab es beim Turm kein Wasser – aber die Aussicht war toll.

Als wir dann endlich bei dem Shelter waren, nach den wir eigtl. noch viel weiter laufen wollten, haben wir hier einen guten Platz für unser Zelt gefunden. Jetzt hoffe ich auf eine erholsame Nacht, damit wir morgen viele Meilen machen und die Goatherd wieder einholen können.

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