5millionenschritte

Appalachian Trail 2013 – so weit die Füße tragen

Spring Mountain Shelter nach Jerry Cabin Shelter – 24,64km

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Das Wetter war aber gut

Was waren wir gestern stolz auf unseren Zeltplatz: wunderbar eben und windgeschützt unterhalb der Ridge Line und neben einem großen Baum. Nur wehte es oben in der Krone wohl etwas stärker und kurz vor dem Einschlafen ist uns ein kleiner Ast am Fußende aufs Zelt gefallen. Heute morgen mussten wir dann feststellen, dass er uns einen 10cm langen Schlitz ins Außenzelt und ein kleines Loch ins Innenzelt gerissen hat. Glücklicher Weise ist es ein senkrechter Riss, so dass wir es immer noch spannen können! Der erste Reparaturversuch mit Panzertape von Red Knee hat nicht funktioniert, weil das zwar sonst an allem klebt, aber nicht an Zelten. Twigs hatte Spezialtape dabei, das auch auf Nylon klebt und jetzt haben wir erstmal ein geflicktes Zelt (das Innenzelt habe ich mit Isomattenpatches verklebt).

Wir waren dann natürlich wieder fast die letzten, die den Lagerplatz verlassen haben. Mal abgesehen von Thru-Walker, der verschlafen hatte. Wie gestern zog sich der Tag wie Kaugummi. Mittlerweile sind die Temperaturen schon eher sommerlich als frühlingshaft. Vor gut zwei Wochen haben wir noch die Daunenpullover in den Schlafsäcken angehabt und jetzt können wir sie nicht schließen, weil es sonst zu warm ist. Da wir am Shelter kein Wasser geholt hatten, sondern zur ersten Quelle „kurz“ neben dem Weg sind und außerdem um drei schon wieder alle Flaschen nachfüllen mussten wurde es sehr spät. Erst um halb fünf hatten wir uns den schlimmsten Anstieg des Tages hinauf gequält und zehn Meilen geschafft.

Kurz davor am Shelter haben wir noch einen Freiwilligen vom örtlichen Wanderclub getroffen, der dabei war alles mit Chlorbleiche zu schrubben. Er hat uns in unserer Vermutung bestätigt, dass nicht die Shelter sondern eher andere Wanderer und die Plumpsklos das eigentliche Problem sind. Also bleiben wir bei unserer Strategie, kein Essen zu teilen, die Privies zu meiden und uns immerzu die Hände zu desinfizieren.

Die restlichen fünf Meilen sahen im Profil ziemlich flach aus. Nur bei einer 1.5 Meilen Sektion stand, dass sie felsig und anstrengend sei. Diese zweieinhalb Kilometer stellten sich dann als Ridge Line heraus, deren Begehung im wahrsten Sinne des Wortes eine Gratwanderung war! 70 Minuten haben wir für die Kletterei gebraucht!!! Um halb acht waren wir dann endlich da…

Noch 3017km

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