5millionenschritte

Appalachian Trail 2013 – so weit die Füße tragen

Endlich wieder Trail Magic! – Campsite Beauty Spot Gap nach Clyde Smith Shelter (mi 368,2)

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Heute Nacht war es noch ganz schön kalt geworden. Das Thermometer hatte morgens im Zelt 4 Grad Celsius angezeigt und Blue Bonnet und Yank haben von gefrorenem Wasser in ihren Flaschen erzählt. Wir hatten unser Wasser wieder mit in die Schlafsäcke genommen, also war es angenehm temperiert. Ein paar nette Leute hatten das Feuer nochmal angeheizt, so dass wir uns während des Frühstücks daran aufwärmen konnten. Aufgrund der Kälte sind wir heute früh alle etwas später losgekommen. Nach einem etwas genaueren Blick in das Profil für die Etappenplanung der nächsten Tage hatten wir heute aber eh nur entspannte 14,5 Meilen vor uns. Ansonsten hätten wir sehr viel weiter laufen müssen und vor allem auch noch weiter oben geschlafen. Da es kommende Nacht noch kälter werden soll, wollte ich auf keinen Fall in höheren Lagen übernachten.

Kurz nach dem Losgehen haben wir Snowman und Escargot getroffen, ein älteres Paar, die ich im Hotel in Erwin kennengelernt hatte. Das hat mich besonders gefreut, die nochmal zu treffen, da ich nicht damit gerechnet hatte. Sie liegen ca. einen Tag hinter uns und machen kleinere Etappen, aktuell mit Slackpacking (allerdings schienen beide ihren kompletten Rucksack dabei zu haben – das sind eben auch wahre Puristen!). Heute sind sie südwärts nach Erwin zurück die Etappe gelaufen, die wir gestern gemacht hatten.

Später wurden wir von Yank und Blue Bonnet eingeholt, sie waren noch später gestartet als wir. Schön, dass wir die beiden noch haben, der Rest unserer Herde ist entweder voraus oder hinter uns. So langsam zerfällt unsere Truppe, echt schade.

Kurz nach unserer Mittagspause hatten wir endlich wieder Trail Magic! Seit Fontana Dam hatten wir keine mehr gehabt. Gut, mit der Hiker-Seuche, die hier im Umlauf ist, sind kostenlose Nahrungsmittel, die jeder angefasst haben könnte grad vielleicht auch nicht sooooo beliebt. Hier gab es Bier und Sodas aus der Kühltasche, die im Kofferraum eines weißen Transporters stand. Der edle Spender war Rob, den wir schon aus Franklin und vom Winding Stair Gap her kannten. Er hat uns auch gleich wiedererkannt und war ganz enttäuscht, dass wir uns nicht bei ihm gemeldet hatten wegen einer Unterkunft in Erwin. Aber da für uns alles reibungslos geklappt hat, hatten wir lieber anderen, hilfsbedürftigeren Hiker diese Möglichkeit offen gelassen. Und er hatte in den letzten Tagen anscheinend auch so alle Hände voll zu tun.

Gestärkt von Bier und Mittagessen ging es weiter. So langsam wurde es etwas wärmer und entlang des Wegs war wenn wir vorbei gingen ein Geräusch wie leichter Regen auf trockenen Blättern. Es waren Unmengen von winzig kleinen Grashüpfern, die aus dem Weg gehüpft sind. Winziges, aber trotzdem witziges Wildleben.

Um kurz vor halb sechs waren wir hier am Shelter und kommen heute endlich mal etwas früher ins Bett. Ich bin die letzten Tage immer so müde. Während Frank die ganze Zeit essen könnte und ihm seltsam egal ist, was er zu essen bekommt, solange es genug Kalorien hat, könnte ich mich jeden Moment und egal wo hinlegen und schlafen. In diesem Sinne: Gute Nacht!

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