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Appalachian Trail 2013 – so weit die Füße tragen

Trübes Wetter und Trail Magic – Wise Shelter nach Campsite (mi 517,6)

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Wie abgemacht hat Turtle uns heute morgen um sechs Uhr durch Klopfen ans Zelt geweckt. Da wir beide noch im Tiefschlaf waren und unsere Ohren zugestöpselt hatten, musste er dafür nach eigenen Angaben das Zelt fast einreißen. Irgendwann hab ich ihn dann doch gehört und mich fürs Wecken bedankt. Frank und ich waren uns einig, dass es noch zu früh war (war ja noch fast dunkel draußen) und haben den Wecker gestellt und uns nochmal umgedreht. Um fünf nach sieben war ich auf den Beinen. Aber irgendwie sind wir heute nicht so richtig in die Gänge gekommen – und das lag nicht nur daran, dass wir uns noch ziemlich lange angeregt mit Turtle und Snail unterhalten haben. Inklusive Wasserholen sind wir heute auch nicht früher losgekommen als gestern und das, wo wir so früh geweckt worden waren!

Es war aber auch ein trübes Wetter, sowas kann einen schon tranig machen. Allerdings sah die Landschaft in diesem Nebel richtig reizvoll aus, finde ich. Wenn es nicht so unangenehm feuchtkalt gewesen wäre, wäre es richtig schön gewesen.

Immer noch im Wegstück mit den Pferden unterwegs, kamen wir zu einem Corral, der im Guide auch als Zugang zu einer Straße angegeben war. Ich war wie immer wenn wir an eine Straße kommen voll freudiger Erwartung und Hoffnung auf Trail Magic. Dieses Mal wurde sie erfüllt! Auf der Wiese dort campte ein Thru-Hiker von 2000 mit seiner Frau und ihren zwei Hunden. Sie hatten zwei Kühltaschen voller Softdrinks und Zutaten für Hotdogs mitgebracht. Außerdem hielten sie ein Lagerfeuer in Gang, um die Würstchen zu erhitzen. Extra für mich haben sie sogar noch eine Dose Sauerkraut aufgemacht, damit ich das auf meinen Hot Dog machen kann. Sie wollten zurückgeben, was er damals bekommen hatte. Was für eine großartige Trail Magic und was für liebenswerte Leute!

Wir hatten eigentlich gehofft, im Laufe des Tages nochmal Turtle und Snail über den Weg zu laufen, aber die sind wohl schneller als ihre Namen vermuten lassen. Außerdem haben wir sie nicht an der erwarteten Campsite angetroffen. Schade, ich hätte sie gern nochmal gesehen.

Die Campsite hier ist so lala. Wenn es nicht schon kurz vor sieben gewesen wäre und wir nicht gestern schon erst so spät angekommen gewesen wären, wären wir wahrscheinlich zum nächsten Shelter weiter gelaufen. Es war ziemlich schwer, einen guten Platz zum Zeltaufstellen zu finden und die Quelle ist auch nicht wirklich toll. Naja, solange es heute Nacht halbwegs trocken bleibt und ich gut schlafen kann, bin ich zufrieden.

Ahso, das bemerkenswerteste Wildtier heute war ein wunderschöner, ziemlich großer Vogel mit blauen Federn. Ich glaube, es war ein Bluebird, aber das muss ich nochmal nachgucken.

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