5millionenschritte

Appalachian Trail 2013 – so weit die Füße tragen

Jenkins Shelter nach Bland – 19,04km

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Gegen Mitternacht hat es aufgehört zu tröpfeln. Es begann zu prasseln! Es war aber natürlich nicht laut genug um Veronika aufzuwecken, nur mich. Und das alle anderthalb Stunden! Anscheinend folgte die Regenintensität einer auf- und absteigenden Kurve nur um mich erst einzuschlafen und dann wieder aufwachen zu lassen…

Als der Wecker um halb acht geklingelt hat, regnete es immer noch. Um uns herum begann trotzdem das große Zelte abbauen. Da der Regen sich aber langsam abschwächte, wollten wir noch ein wenig warten. Blöde Idee! Es war nur ein weiteres Täuschungsmanöver des Wetters. Kaum, dass ich die Essenssäcke ins Zelt geholt hatte, ging es wieder los. Nachdem wir gefrühstückt und unsere Rucksäcke so weit wie möglich gepackt hatten konnten wir unseren Aufbruch nicht mehr weiter vor uns her schieben. Das Zelt, das uns die ganze Nacht trocken gehalten hat, war klatschnass, musste aber trotzdem abgebaut werden.

Um viertel nach zehn waren wir dann endlich unterwegs. Kaum auf dem Trail hörte es auf zu regnen. Wir beiden unverbesserlichen Optimisten dachte doch wirklich, dass es nun vorbei sei und das Regengebiet über uns hinweg sei. Dem war nicht so! Nach einer halben Stunde fing es wieder an. Nieselregen, heftiger Regen, Regen von Bäumen, Regen während wir durch Wolken liefen, alles im Wechsel. Zumindest hat es dazu geführt, dass wir heute extrem schnell waren. Für die zwölf Meilen bis zur Straße haben wir nur viereinhalb Stunden gebraucht! Und das obwohl Veronika immerzu stoppen musste um Salamander zu fotografieren und zu retten (eigentlich sind es Wassermolche, aber das haben wir erst abends gelernt).

Von der Straße aus wollten wir nach Bland trampen, ins Motel und dann einkaufen gehen. Es wollte uns nur niemand mitnehmen. Wahrscheinlich sahen wir einfach zu nass aus. Genau wegen dieser Nässe haben wir dann Bubba angerufen und uns für 10$ shuttlen lassen. Solange man sich bewegt, ist es kein Problem, nass zu sein, aber sobald man steht wird es kalt und ungesund! Im Motel haben wir dann einige unserer Mitwanderer wiedergetroffen. Einer von ihnen ist heute die 18 Meilen bis zu Trent’s Grocery gelaufen und hat sich von dort aus wieder hierher fahren lassen. Das wäre dann unser Notfallplan für morgen, würde aber ca. 100$ für Shuttles und eine weitere Nacht im Motel kosten. Wir werden sehen, was das Wetter bringt…

Noch 2.558km

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