5millionenschritte

Appalachian Trail 2013 – so weit die Füße tragen

Hart erlaufener Zero in Pearisburg

4 Kommentare

Nachdem wir heute morgen kurz aufgewacht waren, um uns von Raisin Bran Kid zu verabschieden, konnten wir noch etwas ausschlafen bis um neun. Zum Frühstück wollten wir heute mal nicht wieder das Übliche (Biscuit, Bacon, Ei und dazu frittierte oder gebratene Kartoffeln), wir hatten Lust auf was anderes.

Deswegen machten wir uns Richtung Innenstadt auf, wo es zwei Cafés geben sollte. Die beiden in den Guides aufgeführten Cafés gab es nicht (mehr). Dafür haben wir einen netten Laden entdeckt, in dem es großartige Donuts gab: Little Nick’s. Ich mag ja normalerweise keine Donuts, aber die waren echt köstlich. Das schlimmste war jedoch, dass wir jeder zwei Donuts im Nullkommanix verdrückt hatten. Wenn wir nicht vorgehabt hätten, mittags beim All-you-can-eat-Buffet beim Chinesen zu essen, hätten wir uns jeder noch einen gegönnt. Anscheinend hat auch bei mir inzwischen der Hiker-Hunger eingesetzt.

Beim Wäschewaschen im Motel hatten wir die Gelegenheit, dessen Bewohner kennenzulernen. Einige wohnen hier anscheinend dauerhaft. Hoffentlich keiner mit einem Meth Labor… Apropos Meth Labor – wenn wir das richtig verstanden haben, werden sämtliche Pakete, die Hiker sich zum Rendezvous Motel schicken lassen haben, jetzt zum Holiday Motor Lodge gebracht.

Normal bin ich nicht der größte Fan dieser AYCE-Buffets beim Chinesen. Da wir in der letzten Zeit abgesehen von richtig leckerem mexikanischen Essen ausschließlich Pizza und Burger hatten, war es aber eine willkommene Abwechslung. Und das Restaurant sah aus wie die China-Restaurants daheim, nicht so seelenlos und improvisiert wie diese Burgerbuden immer. Allerdings gab es wie üblich nur Plastikgeschirr (aber immerhin echtes Besteck). In dieser Hinsicht vermisse ich echt Europa! Nachdem wir uns richtig den Bauch vollgeschlagen hatten, ging es zum Einkaufen in den Food Lion. Als wir gleich danach auf dem Weg beim Dollar Store vorbei schauten, mussten wir feststellen, dass wir dort fast alles billiger bekommen hätten. Nächstes Mal geht’s also wieder als erstes zum Dollar General.

In der Bibliothek haben wir dann anderthalb Stunden lang versucht, Bilder von der dritten und vierten Woche hoch zu laden. Das Internet scheint hier etwas langsam zu sein, morgens im Hotel hatten wir nur Fotos ausgewählt und nach kurzer Zeit den Upload abgebrochen, weil es uns zu lange gedauert hat und wir den Rechner schon über eine Stunde lang blockiert hatten. In der Bibliothek war das Internet leider noch langsamer und da man die Rechner dort eigentlich nur eine Stunde benutzen darf, haben wir nach anderthalb Stunden den geduldig Wartenden das Feld überlassen. Immerhin knapp die Hälfte der Fotos aus Woche 3-4 ist jetzt online. Der Rest folgt bei nächster Gelegenheit.

Zum Abendessen haben wir uns ein Essen in „The Bank“ gegönnt. Einem richtigen Restaurant mit richtigem Essen und echtem Geschirr und Besteck! Zur Vorspeise gab es Suppe für Frank und Salat für mich, dazu frischgebackenes Brot und Bauernbutter mit Honig. Als Hauptspeise gab es für beide Steak, dazu Kartoffelbrei und gedünsteten Spinat für mich und gebratenem grünen Spargel für Frank. Obwohl wir jeden Abend Kartoffelbrei essen, haben wir den hier doch sehr genossen. Und den auf dem Trail haben wir auch noch nicht satt. Zum Abschluss gab es noch ein lecker Dessert – alles frisch und hausgemacht und nichts Frittiertes, ein Traum! Zurück im Hotel haben wir den Abend noch mit Yooper und Big Red ausklingen lassen.

4 Kommentare zu “Hart erlaufener Zero in Pearisburg

  1. wenn ihr in noch nicht mal einem monat
    schon mehr als ein viertel schafft,
    seid ihr ja extrem schnell!
    ich dachte immer man braucht sechs monate,
    aber ihr scheint ja nur vier monate zu brauchen,
    oder habe ich jetzt irgentetwas vergessen…?

  2. Hi Frank. Ich folge eure Herausforderung aus der Ferne und bin echt beeindruckt. ich druck euch die Daumen, dass das Wetter ab jetzt trocken und mild bleibt. Aber sicher ist, dass diese Erfahrung unvergesslich wird. Viele Gruesse aus London. Leila

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