5millionenschritte

Appalachian Trail 2013 – so weit die Füße tragen

Seeley-Woodworth Shelter nach The Priest Shelter – 10,56km

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Wir fallen wieder zurück in alte Muster. Nachdem wir um kurz nach sechs aufgewacht sind, haben wir drei Stunden gebraucht um los zu kommen. Das ganze nasse Zeug hat uns irgendwie ausgebremst. Ich musste meine Schuhe wieder ausschütten, obwohl ich das gestern schon zweimal gemacht habe, Veronika hat mal wieder versucht, ihren Rucksackboden trocken zu bekommen und wir mussten all die nassen Sachen außen an unsere Rucksäcke daddeln.

Vor uns lagen der Aufstieg auf The Priest, der in unserer Richtung nicht so schlimm ist, der Abstieg von 3.000ft in 4,5 Meilen und dann das erste Drittel vom Three Ridges Mountain bis zum Harpers Creek Shelter. Der erste Teil bis zum The Priest Shelter lief nach Plan. Um kurz nach zwölf waren wir da und konnten aus unseren quatschnassen Schuhen und aus den Regenhosen raus. Die hatten wir vorsichtshalber angezogen und da die Wanderhosen noch nass waren hatten wir die nicht drunter. Die Regenhosen sind wirklich dicht, auch nach innen. Dementsprechend verschwitzt waren wir.

Es war gerade sonnig, also haben wir all unsere Sachen zum Trocknen ausgebreitet und uns ans Mittagessen gemacht. Kaum hatten wir uns ans Essen gemacht, da zog plötzlich Nebel aus dem Wald auf. Er verzog sich so schnell, wie er kam, aber natürlich erst, nachdem wir alles ins Shelter gebracht hatten. Die Socken haben wir dann wieder rausgelegt, der Rest blieb drinnen. Vielleicht war das schon ein erstes Zeichen?!

Als wir uns nach einer Stunde Pause wieder auf den Weg machen wollten, kam Free Agent an. Er hat seinen Thru-Hike 1991 gemacht und ist jetzt für eine Section nach Süden unterwegs. Während der Unterhaltung mit ihm zog die nächste Wolke aus dem Wald herauf. Nur fing es dieses Mal wirklich an zu regnen. Was nun? Erstmal eine halbe Stunde abwarten und dann weitersehen. Was macht der Wanderer, wenn er fest sitzt? Neue Pläne natürlich! Ein Blick ins Profil verriet uns, dass es noch 34 Meilen bis Waynesboro sind. Das ist auch in zwei Tagen zu schaffen. Da war die Entscheidung zu bleiben eigentlich schon gefallen. Es hat dann auch noch bis halb vier weiter geregnet und wir waren froh, nicht schon wieder völlig nass zu werden!

So haben wir den Nachmittag mit dem Vertilgen unserer Tagesrationen und den Journals verbracht. Außerdem natürlich mit den anderen Wanderern die nach und nach mal mehr mal weniger nass auftauchten. Jedesmal wenn es in der Nähe wieder gedonnert hat, waren wir froh, heute nicht mehr unterwegs zu sein. Ab morgen soll das Wetter viel besser werden, nicht zu warm aber trocken. Da sollten wir es über die Berge und noch ein ganzes Stück weiter schaffen.

Noch 2.181km

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