5millionenschritte

Appalachian Trail 2013 – so weit die Füße tragen

Gerüchte über Klapperschlangen – Highway 211, Luray nach Gravel Springs Hut (mi 951,7)

2 Kommentare

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Da wir heute morgen noch Wäsche waschen mussten bevor es zurück zum Trail gehen sollte, war der Zeitplan etwas straff. Wir trafen uns alle zum Frühstück im Hotelrestaurant, das gar nicht so schlecht war. Das schöne, saubere Zimmer und das annehmbare Frühstück ließen bei Big Red wohl den Wunsch aufkeimen, noch länger in diesem Paradies zu verweilen. Als ich gerade dabei war, die Schmutzwäsche zusammenzupacken, kam Frank und Zimmer und sagte, dass Yooper und Big Red heute einen Zero in Luray einlegen wollten. Ganz kurz war ich auch stark versucht, mitzumachen, da der Hotelpool sehr verführerisch aussah. Aber da für die nächsten Tage wieder Gewitter angesagt sind, war es wohl besser, das gute Wetter heute noch auszunutzen.

Yooper kam trotzdem mit zum Wäschewaschen, das ist ja auch schöner zu zweit. Der Waschsalon gehörte zu einer Art Tankstelle, genannt Family Conveniece. Als wir ankamen, war der Waschsalon geschlossen und sah aus, als sei er aufgegeben worden. Ein vor dem Laden stehender Taxifahrer sagte uns, wir müssten nur im Laden nachfragen, dann würden sie uns öffnen. Bei der Gelegenheit war Yooper so clever, auch gleich nach Waschmittel zu fragen, das man normalerweise hierzulande immer in den Waschsalons bekommt. Im, wie die Verkäuferin sagte, „Family Inconvenience“ Store war es aber leider gerade aus. Allerdings war die Verkäuferin echt super. Da sie sah, dass wir nur zu Fuß unterwegs waren und keine Möglichkeit hatten, uns schnell Waschmittel zu besorgen, rief sie den Taxifahrer an und bat ihn, uns ein Waschmittel aus dem nächsten Laden mitzubringen. Innerhalb von nicht mal zehn Minuten hatten wir unser Waschmittel und konnten loslegen. Sie hatte uns auch schon gezeigt, welche der vielen Maschinen funktionierten und so ging der Rest dann reibungslos über die Bühne.

Zurück beim Hotel brach die große Eile aus, da es bereits kurz nach zehn war und unser Shuttle uns um elf abholen sollte. In Rekordzeit wurden die Rucksäcke gepackt, dann war auch schon Rich da, der Sohn des Präsidenten des PATC, des hiesigen Appalachian-Trail-Clubs. Er hatte gestern die anderen beiden an der Straße mitgenommen und ihnen angeboten, sie auch zurück zu shuttlen. Auch Luray scheint voller netter Menschen und Trail Angel zu sein – vielen Dank nochmal an alle, die uns hier rumkutschiert haben!

Nun hieß es also Abschied nehmen von Yooper und Big Red. Sie wollen versuchen, uns in den nächsten Tagen auf dem Weg nach Harpers Ferry wieder einzuholen. Spätestens in Harpers Ferry sollte ihnen das gelingen, weil wir dann einen Zero einlegen wollen. Ich glaube, uns allen ist die Trennung echt schwer gefallen – immerhin sind wir jetzt mehr als die Hälfte unserer bisherigen Strecke mit den beiden gelaufen und es war so schön und trotz des widrigen Wetters entspannt gewesen. Wie Yooper so schön festgestellt hatte, sind wir zusammen zwar nicht die schnellsten Wanderer aber bestimmt die glücklichsten. Ich werde die zwei so sehr vermissen die nächsten Tage!

Oben in den Bergen war es zum Glück etwas kühler als unten in der Stadt. Die ersten Meilen heute waren total flach und wir kamen noch nicht mal richtig ins Schwitzen. Schneller als erwartet waren wir am Wayside angekommen und konnten gekühlte Softdrinks und frisches Essen genießen. Kurz vor dem Wayside hatten wir auf dem Trail zwei mit Steinen beschwerte Stück Papier gefunden, mit denen jemand auf die Sichtung einer Kupferkopfschlange an dieser Stelle hinweisen wollte. Am Wayside trafen wir Don’s Brother, einen älteren Thru-Hiker, der kurz nachdem wir dort entlang gegangen waren an einer anderen Stelle auf dem Trail den Weg von einer ziemlich großen Klapperschlange versperrt fand. Kurz nach dem Restaurant trafen wir zwei weitere Hiker, die uns von einer monströs großen Klapperschlange weiter nordwärts berichteten (ihr Durchmesser war ca. 10 cm!!!). Wir fragen uns jetzt, ob das so ist wie mit den Bären – plötzlich reden alle davon und dann sieht man auf einmal selbst welche.

Gegen acht waren wir dann am Shelter. Morgen früh wollen hier alle recht früh los, den Gewittern ausweichen, die meist nachmittags bis abends losschlagen.

2 Kommentare zu “Gerüchte über Klapperschlangen – Highway 211, Luray nach Gravel Springs Hut (mi 951,7)

  1. hey,
    sind yooper und big red eigl. beide männlich? und was ich auch noch fragen wollte,
    aus welchem land kommen sie?
    LG
    Caillean

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