5millionenschritte

Appalachian Trail 2013 – so weit die Füße tragen

Crampton Gap Shelter nach Pine Knob Shelter – 20km

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Wie gut, dass wir gestern noch den ganzen Weg bis zum Shelter runter gelaufen sind! Um fünf Uhr morgens bin ich nämlich aufgewacht und dachte erst, der Wind würde kräftig durch die Bäume rauschen. Es war aber der Regen, der da rauschte. Diesmal kein Gewitter aber sehr sehr viel Wasser. Nach einer halben Stunde war der Spuk vorbei und als wir um sieben aufgestanden sind, war das Wasser auf der Shelterveranda schon wieder fast komplett verdampft so warm war es.

Der ganze Wald war dann auch eine einzige Sauna. Schön, dass Maryland so flach ist! Der höchste Anstieg heute waren gerade mal 500 Fuß. Bei diesen Bedingungen will man mittags wirklich keine Berge hochklettern. Obwohl wir fast weggeschmolzen sind und einen wahnsinnigen Wasserverbrauch hatten, waren wir gar nicht so langsam unterwegs. Die Mittagspause haben wir beim einzigen kostenlosen Zeltplatz mit heißen Duschen auf dem Trail gemacht. Leider bestand das Essen nur aus Riegeln und Käse, da wir gestern Abend feststellen mussten, dass unsere Bagels verschimmelt waren.

Beim Losgehen konnte Veronika das nächste Tier von ihrer Wunschliste streichen: die Kupferkopfschlange. Das ist neben der Klapperschlange die einzige Giftschlange auf dem Trail. Auch diese hier war äußerst desinteressiert an uns. Wahrscheinlich war es selbst ihr zu heiß. Der frühe Nachmittag zwischen eins und vier ist fast unerträglich! Die Hitze sind wir ja schon von unserer letztjährigen Wanderung in Italien gewohnt, aber die Luftfeuchtigkeit macht das ganze wesentlich schwieriger.

Um kurz nach vier waren wir schon am Shelter angekommen. Es ist ziemlich klein und nicht weit von der Interstate weg. Irgendwie seltsam, die ganze Zeit die Autos zu hören. Überhaupt habe ich in Maryland bisher den Eindruck eher durch einen Park als durch den Wald zu laufen. Mit uns hier ist ein Section-Hiker und Little Engine und Timber. Die beiden haben wir schon im The Priest Shelter getroffen. Eigentlich hätten sie uns wohl schon überholt, aber sie gehören zu den glücklosen Aqua-Blazern, die ihr Kanu zerstört haben.

Bisher sah der Plan für die nächsten Tage übrigens wie folgt aus: morgen 13 Meilen und übermorgen 10 Meilen unterbrochen von einem Abstecher nach Waynesboro, das gibt es hier nochmal, um einzukaufen. Wir wussten ja schon, dass es morgen eher ekelig werden sollte. Heute am Shelter wurde das dann von dem Section-Hiker, der ein Radio dabei hat, nochmal bestätigt. Irgendwann kam sogar noch ein Ridgerunner vorbei um uns zu warnen! Also mal wieder alles neu. Wir werden morgen nur 8 Meilen bis zu einem Hostel gehen, dort Wäsche waschen und gegebenenfalls alles trocknen und in Smithsburg einkaufen. Die Stadt liegt auch wesentlich näher am Trail als Waynesboro. Danach geht es dann zum offiziellen Half-Way-Point!

Noch 1.830km

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