5millionenschritte

Appalachian Trail 2013 – so weit die Füße tragen

Es geht schon leichter – Crampton Gap Shelter nach Pine Knob Shelter (mi 1041,9)

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Wie gut, dass wir heute Nacht im Shelter geschlafen haben! Heute morgen sind wir um fünf Uhr von prasselndem Regen geweckt worden, im Zelt wäre das wahrscheinlich etwas ungemütlich geworden. So aber war zwar draußen noch alles nass als wir um sieben aufstanden, aber wir und unsere Sachen waren trocken.

Der Start in den Tag fiel mir heute leichter als gestern. Innerhalb der ersten Stunde hatten wir laut Profil schon fast drei Meilen gemacht – das ist selbst unter normalen Umständen ein extrem guter Schnitt. Bis zur Mittagspause am Dahlgren Backpack Campground ging es weiterhin flott voran. Wir hatten dort ein relativ witziges Mittagessen, weil wir gestern leider feststellen mussten, dass unsere Bagels schlecht geworden waren. Frank aß eine Dauerwurst und zwei Riegel, ich hatte String Cheese, Beef Jerky und Pop Tarts. Mit Brot dazu wäre das sicher leckerer gewesen.

Beim Loslaufen vom Campground entdeckte ich in einem Steinhaufen neben dem Weg eine Kupferkopfschlange. Das ist die zweite Giftschlangenart, die es hier in den Appalachen gibt. Wie unsere Klapperschlange lag sie seelenruhig da und döste und ließ sich auch nicht aus der Ruhe bringen, als Frank einen Ast wegschob, damit ich sie besser fotografieren konnte. Ich fand es witzig ausgerechnet dort auf eine Kupferkopfschlange zu treffen, wo nur wenige Meter entfernt eine Infotafel war, auf der stand, das größte Problem mit Giftschlangen sei, dass man so selten auf sie treffe.

Nach dem Campground ging es weiter zum Washington Monument State Park, in dem ein kleiner Turm steht zur Erinnerung an George Washington. Wir hatten vor allem auf Vending Maschinen dort gehofft, um ein paar Sodas abzugreifen. Da sie die hierzulande aber immer gern draußen stehen haben, mussten sie sie alle wegmachen, weil in so einsamen Gegenden sonst zuviel Vandalismus passiert. Ich würde die Dinger ja einfach IN die Museen reinstellen, wo eh immer Personal rumsitzt, aber diese Lösung ist wohl zu pragmatisch.

Nach dem Park war es nicht mehr weit bis zum Shelter. Heute fühlte ich mich trotz der drückenden Luft viel frischer als gestern bei Ankommen. So langsam komme ich wohl doch wieder rein. Wir haben heute wieder unser Innenzelt im Shelter aufgestellt, um den Moskitos und dem angesagten Gewitter zu entgehen. Das wird wohl echt ein Spaß heute Nacht und morgen! Vorher kam sogar extra noch ein Ridgerunner vorbei, um uns zu warnen. Wegen heute Nacht mache ich mir keine Sorgen, ich hoffe nur, dass unser Plan für morgen aufgeht und wir im Hostel sind bevor es so richtig losgeht. Aber das sollte machbar sein, es sind ja nur knapp zehn einfache Meilen.

Diese Kids, die hier heute auch zelten, könnten heute Nacht wenn es wirklich schlimm wird alle ins Shelter kommen wollen. Ich hoffe ja, dass es nicht so schlimm wird und sie alle lieber in ihren Zelten bleiben. Die haben schließlich schon genug Chaos an der Wasserstelle verursacht, indem sie reingetreten sind, alles aufgewirbelt haben und zu guter Letzt meinten, ihren Abwasch dort machen zu müssen.

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