5millionenschritte

Appalachian Trail 2013 – so weit die Füße tragen

Tumbling Run Shelters nach Birch Run Shelter – 31,36km

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Heute früh war es uns allen dann doch ein wenig frisch. Längst vergessene Bekleidungsstücke wie Pullover waren plötzlich wieder zu sehen. Little Engine saß sogar in ihrem Schlafsack beim Frühstück! Als wir los wollten waren es 15 Grad und ich war fast versucht den Fleecepullover erst einmal anzubehalten. Habe ich dann aber doch nicht und der 500 Fuß Anstieg direkt nach dem Shelter hat uns auch gut aufgewärmt.

So ziemlich alle, bis auf Handstand und Nevis Beeman, wollten heute 20 Meilen machen, so dass morgen nur 10 Meilen bis zum Half-Way-Point sind und wir genau mittags die berüchtigte Half-Gallon-Challenge in Angriff nehmen können. Dabei geht es darum, möglichst schnell eine halbe Gallone Eiscreme zu essen, aber dazu morgen mehr. Die 20 Meilen ließen sich sehr gleichmäßig auf den Tag verteilen. 10 vormittags, 10 nachmittags und in der Mitte der Caledonia State Park. Dort sollte es laut den beiden Southboundern eine Burgerbude geben und natürlich wollte sich keiner diese zusätzlichen Kalorien entgehen lassen!

Eine halbe Meile vor dem Park mussten wir über eine Straße. Das war nicht die erste heute und Veronika hatte bei allen anderen immer vergeblich auf Trail Magic gehofft. An dieser aber stand eine Kühltruhe! Schon beim Anstupsen war aber klar, dass sie leer war. Trotzdem guckt der echte Thru-Hiker immer rein! Drinnen, auf dem Boden klebte ein Zettel: „Wir wussten, dass das deine Aufmerksamkeit auf sich ziehen würde. Trail Magic voraus im Caledonia St. Park! Folge dem A.T. ca. 1/4 Meile und halte Ausschau. – Opie + Parmesan“

Um halb eins waren wir dort und ich habe sofort Puffy winken gesehen. Winken und kauen! Das war mal wieder eine großartige Trail Magic! Opie, Parmesan und seine Mutter hatten groß aufgefahren: es gab Cesar’s Salad, Hot Dogs, Bohnen, Sodas, Chips, Obst und Eis. Und da wir nicht viele waren, alles in rauen Mengen. Nach vier Hot Dogs, drei Dr. Pepper, einem Teller Salat und einem voller Cheetos (eine Art Käseflips) war es etwas schwierig, sich wieder aufzuraffen. Opie und Parmesan, die beide im letzten Jahr ihren Thru-Hike gemacht hatten, haben uns noch einiges an guten Tips mit auf den Weg gegeben. Welche Shelter man meiden sollte, welche Städte toll sind und dass man vor den White Mountains nur Respekt und keine Angst haben sollte.

Nach zwei Stunden Mittagspause musste es aber weiter gehen. Noch 9,6 Meilen, davon die ersten drei bergauf. Auf der Hälfte des Anstiegs stand das nächste Shelter. Veronika ist der Meinung, dass sie hier einen Shelterwettbewerb veranstalten. Jeder Caretaker will das schönste haben. Nachdem das gestrige ja schon toll war, sah dieses aus wie Omas Hinterhof: mit Zaun, Pforte und Blumenkästen! Wir konnten leider nicht bleiben und sind weiter geklettert. Oben angekommen lag dann nur noch fast flaches Land vor uns und um halb sieben sind wir angekommen.

Das Shelter sah ziemlich überfüllt aus. Es ist Wochenende und da wollen anscheinend alle Amis wandern gehen. Schon unterwegs kam uns eine Jugendgruppe nach der anderen entgegen. Heute Nacht soll es nicht regnen, also haben wir das Zelt aufgebaut. Eigentlich nur das Innenzelt, das Außenzelt liegt griffbereit, zusammengefaltet oben drauf. So können wir die Sterne und den Mond sehen, ohne dass uns die Viecher auffressen.

Noch 1.757km

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