5millionenschritte

Appalachian Trail 2013 – so weit die Füße tragen

Darlington Shelter nach Duncannon – 18,08km

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Und wieder einmal sind wir morgens nicht aus den Federn gekommen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Unser Zelt sieht immer aus, als ob wir da drin eine Gans gerupft hätten! Die Schlafsäcke werden wir nach der Tour wohl wegschmeißen könne. Sie stinken eh wie nichts gutes. Nun ja, so werden sie vielleicht etwas leichter.

Heute sollten wir das erste mal das felsige Pennsylvania kennenlernen. Die Amis schimpfen alle über „Rocky Pennsylvania“. So schlimm wurde es aber gar nicht. Jedenfalls wenn man die richtigen Schuhe an hat! Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es in Trailrunnern oder Laufschuhen wirklich schmerzhaft sein kann. Mit unseren Stiefeln laufen wir über die spitzen Steine aber einfach drüber. Viel schwieriger ist es, die ganze Zeit konzentriert zu bleiben. Man muss immer aufpassen, wo man seine Füße hinsetzt. Insbesondere der letzte Abstieg nach Duncannon war eine Geröllhalde mit lauter losen Steinen, die bei jedem Schritt ins Rollen kamen.

Nach nur elf Meilen standen wir vor dem Doyle Hotel in Duncannon. Wir haben schon schlimme Geschichten darüber gehört, wie runtergekommen es ist und von außen sah es auch so aus! Von innen übrigens genauso. Aber es ist mit 34$ für uns zwei unschlagbar günstig und die Besitzer sind wirklich nett zu den Wanderern. Die Frage war, weiter laufen oder bleiben? Einkaufen mussten wir eh. Das Shuttle zum Supermarkt sollte erst um vier fahren, an dem Highway ohne Randstreifen wollten wir nicht lang laufen und es soll wirklich gutes Essen und Bier im Hotel geben! Wir blieben also.

Das Zimmer sah aus wie erwartet. Völlig fertig aber sauber. Der Haussalat, den wir uns zu unserem Essen dazu bestellt haben, sah anders aus als erwartet. Ein richtiger Salat! Mit Tomaten und Gurken und Zwiebeln! Sonst gibt es hier immer nur Eisbergsalat mit Käsekrümeln und Dressing. Frisch gestärkt haben wir mit fünf anderen Wanderer draußen auf das Shuttle gewartet. Das wird vom Supermarkt selbst gestellt. Ein Minivan ohne Rückbänke. So passen wohl mehr Leute rein.

Nach dem Einkaufen und einer Dusche mussten wir noch Wäsche waschen und dann war auch alles erledigt. Wie üblich hat es aber wieder bis halb zehn gedauert, bis wir nach dem Abendessen zurück im Hotel waren. Um genug Schlaf zu bekommen, müssen wir anscheinend im Wald unterwegs sein! Da werden wir ja wohl auch die nächsten vier Tage sein. Unser Ziel ist es, so nah wie möglich an Hamburg heran zu kommen, wo wir Yooper und Big Red wiedertreffen werden.

Noch 1.669km

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