5millionenschritte

Appalachian Trail 2013 – so weit die Füße tragen

Campsite nach 501 Shelter – 28,16km

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Es wird immer heißer hier! Der Sommer ist wirklich da und man wünscht sich fast die winterlichen Temperaturen zurück. Aber nur fast! In unsere tägliche Planung müssen wir jetzt auch immer die Wasserverfügbarkeit berücksichtigen. Wir hatten heute eine 10 Meilen Strecke ohne Quelle. Bisher war das kein Problem, aber bei unserem aktuellen Wasserverbrauch muss dann auch jede Flasche voll sein bevor man das in Angriff nimmt.

Nach einem einfachen Vormittag ging es pünktlich zur größten Mittagshitze bergauf. Eigentlich kann man gar nicht soviel trinken, wie man schwitzt! Oben auf dem Grat klebte alles und ja, man kann sich vor seinem eigenen Gestank ekeln! Das widerlichste, das wir bisher hatten, waren sieben Tage ohne Dusche, jetzt reichen schon drei um den selben Ekelfaktor zu erreichen. Gut, dass wir uns eh auf den überall wuchernden Giftefeu konzentrieren mussten. Das Zeug wuchs dort in nie gesehenen Mengen! Am nächsten Shelter haben sich alle darüber aufgeregt und auch das Logbuch war voller Beschwerden.

Der Weg wurde dann aber besser. Nachdem wir unsere Wasserflaschen aufgefüllt hatten, die vier Liter waren komplett alle, ging es auf die letzten sieben Kilometer. Insgesamt mussten wir an heute fünf Straßen über- oder unterqueren und wo Straßen sind, ist auch Trail Magic möglich. Hammer und Veronika waren morgens fest davon überzeugt, dass es mindestens eine geben müsste aber wir mussten bis zwei Meilen vor unserem Ziel darauf warten. Dort gab es dann aber das volle Programm: diverse Softdrinks, Chips, Sandwiches, Kekse, Obst, …

Der 501 Shelter ist eigentlich gar kein Shelter. Es ist eher eine echte Hütte mit Türen, Doppelstockbetten (ohne Matratzen) und einem riesigen Oberlicht. Außerdem liegt er, wie der Name schon sagt, am Highway 501 und man kann Pizzas zum Parkplatz bestellen! Das haben wir natürlich gemacht und während der Wartezeit gab es von Trail Head, einem ehemaligen Thru-Hiker, sogar noch Bier. Bis die Pizzas kamen dauerte es eine Weile. Veronika hatte inzwischen die Solardusche ausprobiert. Angeblich war das Wasser gar nicht sooo kalt.

Beim Essen haben wir Tank Engine, einen Leipziger, kennengelernt. Er gehört zur Fraktion der schnellen Deutschen. Wie die anderen „Runner“ macht er selten weniger als 20 Meilen am Tag. Er hat aber auch unsere Vermutung bestätigt, dass man so nur sehr oberflächlich in Kontakt zu seinen Mitwanderern bekommt. Bei der Geschwindigkeit sieht man die anderen halt selten mehr als einmal. Eigentlich schade!

Noch 1.595km

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