5millionenschritte

Appalachian Trail 2013 – so weit die Füße tragen

Highway 61 nach Eckville Shelter – 23,2km

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Die Jagd auf Yooper, Big Red und Luke beginnt! Sie hatten einen Tag Vorsprung und in drei bis vier Tagen sollten wir sie eingeholt haben. Zuerst mussten wir aber nach Port Clinton zur Post um unsere Regenhosen und Veronikas Daunenpullover voraus zu schicken. Wir wollten am Highway entlang laufen und versuchen zu trampen. Vielleicht wurde uns ja jemand mitnehmen. Es war der schnellste Hitch ever! Veronika hatte kaum ihren Daumen draußen, da hielt auch schon ein Geländewagen. Den Fahrer hatten wir schon am Motel gesehen und er hat uns fast vor dem Post Office abgesetzt.

Der Postangestellte war der freundlichste, den wir bisher hatten! Er hat uns gezeigt, was die günstigste Variante ist und wir haben dieses Mal halb soviel bezahlt wie in Harpers Ferry. Die erste halbe Meile waren wir gestern schon gelaufen und mussten sie nun nochmal machen. Danach ging es direkt in einen wirklich üblen Anstieg. Es war genauso steil wie der Abstieg vorgestern! Oben auf der Ridgeline haben wir Bamboo und Morning Kid wiedergetroffen. Sie waren auf einer Hochzeit und deswegen ein wenig zurückgefallen.

Etwas später kam ein zweiter, sehr steiniger Anstieg. Völlig fertig haben wir uns mit Handstand und Apollo oben auf die Felsen gelegt und uns die Wolken angesehen. Die waren ganz schön dunkelgrau! Als es weiter ging, konnten wir es links von uns donnern hören. Wie immer, wenn schlechtes Wetter droht, gab Veronika richtig Gas. Bis auf ein wenig Nieselregen kam aber nichts. Das Gewitter zog anscheinend über uns hinweg und tobte sich rechts von uns aus.

An der nächsten Wasserquelle hat uns Handstand gesagt, dass Yooper und Big Red gar nicht weit voraus seien. Sie waren wohl gestern nicht so weit gekommen wie geplant und heute auch nicht. Die Jagd auf sie war also schneller zu Ende als geplant. Bevor sie eingeholt haben, mussten wir nur noch die Gnitzen überleben. Die beißen zwar nicht, haben aber die suizidäre Tendenz, sich zum Sterben in unsere Augen zu stürzen. Das nervt ungemein! Bei nächster Gelegenheit muss ich mir auch so ein Mückennetz für den Kopf kaufen, wie Veronika eins hat.

Das Shelter ist wieder eher ein Bunk Room als ein Shelter. Es gibt eine Dusche, Steckdosen am Caretaker Haus und eine richtige Toilette. Wir teilen uns die Hütte mit Yooper, Big Red, Luke, Rainbow (eine Thru Hiker von 1988) und seiner Frau Hot Wheels. Zum Nachtisch hat der Caretaker sogar noch Wassereis ausgegeben. Das hatte schon eher was von einem Hostel als von einem Shelter.

Noch 1.532km

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