5millionenschritte

Appalachian Trail 2013 – so weit die Füße tragen

Die Hitze macht müde – Eckville Shelter nach New Tripoli Campsite (mi 1241,6)

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Wir haben anscheinend alle richtig gut geschlafen in diesen Bunkbetten. Gegen halb sechs gab es mal kurz Bewegung, wahrscheinlich musste jemand mal kurz raus, dann klingelten zwei Wecker, die aber gleich wieder ausgeschaltet wurden und dann war erstmal Ruhe in Busch. Gegen kurz vor halb acht hab ich dann mein Zeug zusammengesammelt und Frank geweckt. Dann standen alle auf, waren aber recht trödelig unterwegs, so dass wir erst um neun aufbrechen konnten.

Heute hatten wir nur einen großen Anstieg gleich in der Früh. Der war an sich gar nicht so schlimm aber es war wieder heiß und die Luftfeuchtigkeit war ziemlich hoch. Frank hatte ganz schön zu kämpfen, anstatt von der Anstrengung zu erröten war er etwas blass um die Nase. Trotzdem stapfte er brav hinter mir her und wir waren gar nicht sooo langsam. Blister, so heißt Luke jetzt, Yooper und Big Red folgten uns überraschend schnell – Blister legt ein ganz schönes Tempo vor.

Bis zum Allentown Shelter kämpften sich alle ziemlich mühsam vorwärts hatte ich den Eindruck. Mir ging es aber gut, es war nicht so extrem heiß und die Luftfeuchtigkeit scheint mir weniger Probleme zu bereiten als die Hitze. Der Weg war heute allerdings bis zum Shelter die ganze Zeit fies felsig. Mal große Felsstücke, mal kleinere, spitze Steine, aber immer unangenehm. Wir alle kamen extrem langsam voran, nur Blister hüpfte fröhlich von Fels zu Fels und wartete dann auf uns Trantüten an der nächsten Ecke.

Beim Shelter war eigentlich Mittagessen vorgesehen, aber außer mir waren alle eher an schlafen interessiert. Ich aß meinen Bagel mit Peanutbutter und Traubengelee und legte mich zu den anderen. Das muss wirklich ein großartiger Anblick gewesen sein, ein ganzes Shelter voller schlafender Hiker zur Mittagszeit. Wir verbrachten gut zwei Stunden an dem Shelter, davon anderthalb schlafend.

Nach der Mittagspause wurde der Weg angenehmer und wir kamen schneller voran. Gegen kurz vor sieben waren wir an der Campsite unten. Als ich neben unserem Zelt einen der kleinen orangen Molche entdeckte, war der Tag für Blister gerettet. Er fand im näheren Umkreis Unmengen weiterer, darunter den kleinsten, den ich je gesehen habe. Blister meint, hier müsse wohl die Stelle sein, wo ein Molchweibchen die Eier abgelegt hätte. Dann fand er in der Wasserstelle gleich noch zwei Salamander, die er fröhlich anschleppte – wir waren alle begeistert. Mal gucken, was wir morgen finden werden.

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