5millionenschritte

Appalachian Trail 2013 – so weit die Füße tragen

Brink Road Shelter nach High Point State Park Headquarters – 28,64km

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Heute früh, ohne den Schutz unseres Innenzeltes, blieb uns nur noch die Flucht. Überall um uns rum Mücken ohne Ende! Der ganze Wald scheint verseucht zu sein. Der ganze Regen der letzten Tage hat wohl ein ideales Brutklima geschaffen. Ohne lange Hosen, Moskitonetzen für die Köpfe und Unmengen Deet ist es nicht auszuhalten. Außerdem sollte man immer in Bewegung bleiben. Sobald wir stehen bleiben, bildet sich eine Mückenwolken um uns.

Das Frühstück haben wir uns nach 3 Meilen bei „Joe to go“ geholt. Kaffee und wirklich gute Sandwiches. Dort haben wir einen derjenigen getroffen, die hier den Trail in Schuss halten. Neben Infos zu den nächsten Sheltern hat er uns auch vorgewarnt, dass einige Abschnitte wohl ziemlich zugewachsen sein werden. Juchhu, noch mehr Mücken!

Unsere Mittagspause haben wir im Pavillon auf Sunrise Mountain eingelegt. Der Ausblick von dort oben war wirklich toll. Das fanden die Zecken aber anscheinend auch. Wir haben so einige von unseren Socken und Schuhen ansammeln müssen. Die Pause wollten wir auch nutzen, um für übermorgen Zimmer in Greenwood Lake zu reservieren. Blöd nur, das alles ausgebucht ist! Es ist das Wochenende nach dem 4. Juli, es soll warm werden und New York ist nicht weit weg. Eine ungünstige Kombination für uns. Also wurden mal wieder alle Pläne geändert und wir haben für heute die letzten zwei Zimmer in einem Motel reserviert. Morgen geht es dann ins Hostel in Vernon und dann an Greenwood Lake vorbei.

Direkt nach dem Pavillon kam ein Parkplatz, auf den Duffle Miners Eltern wieder Trailmagic veranstaltet haben. Dieses mal hatten wir unser Mittagessen erst angefangen, als uns der Vater Bescheid sagte. Die Essensbeutel waren schnell wieder verpackt und es gab Hot Dogs, Chips, Sodas und Melone zum Mittag. Wesentlich besser als unsere Bagles!

Noch 9 Meilen durch Büsche und Mückenwolken bis zum Trailhead. Das ist echt nicht lustig! Warm wie es ist, schwitzen wir die ganze Zeit und das hält kein Mückenschutz lange aus. Irgendwie haben wir es dann aber mit vielen erschlagenen Viechern auf den Armen bis zur Straße geschafft. Dort hat uns der Besitzer des Motels abgeholt. Der macht sogar unsere Wäsche! Das ist zwar einen Dollar teuer, war aber gut angelegt. Irgendwie hat er es geschafft, dass all unsere Sachen besser riechen, als wenn wir es machen.

Zum Abendessen gab es Pizza vom Lieferservice und Bier von Duffle Miners Eltern, die mit ihm und Jean Genie auch hier übernachten. Eine traurige Nachricht hat mich abends noch erreicht: Sparky geht vom Trail! Er hat es bis Hamburg geschafft und jetzt reicht es ihm anscheinend.

Noch 1.366km

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