5millionenschritte

Appalachian Trail 2013 – so weit die Füße tragen

Das erste Mal slackpacken – Perkins Memorial Drive nach Bear Mountain Bridge (mi 1399,4)

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Dank Air Condition haben wir heute Nacht gut geschlafen. Das Frühstück vom Deli gegenüber war lecker und frisch gestärkt ging es los.

Diesmal hatten wir einen anderen Taxifahrer, es war der Disponent. Er hatte uns extra abgeholt, da sein Kollege ihm erzählt hatte, dass er uns gestern 45$ zahlen ließ. Dem Disponent kam das spanisch vor und er wollte selbst die Länge der Strecje überprüfen. Als wir an der Straße zum Trail ankamen, war diese noch gesperrt. Also ließen wir uns vor der Absperrung absetzen und mussten noch eine halbe Meile mehr laufen. Trotzdem war der Disponent völlig schockiert von dem Preis, den wir gestern zahlen mussten. Er war echt nett, entschuldigte sich vielmals und erließ uns heute den gesamten Preis – im Schnitt passt es also wieder, was wir bezahlt haben.

Zu unserer Überraschung war der Weg hoch zu Bear Mountain gut ausgebaut und gar nicht so schwierig zu laufen. Mit fast leerem Rucksack, in dem waren nur Schwimmsachen und Getränke, lief es sich richtig gut – ein ganz anderes Lebensgefühl! Wir sahen ein paar Truthahnweibchen mit ihren Küken – die leben anscheinend in Gruppen zusammen. Es war ein wunderschöner, kühler Morgen.

Oben auf Bear Mountain saßen wir ein Weilchen bei dem Turm dort, trafen Hammer, Little Wing und noch zwei weitere Hiker. Während wir dort saßen, stieg die Temperatur krass an – innerhalb einer Viertelstunde stieg die Temperatur von 24 auf 28 Grad an. Also flüchteten wir schnell nach unten, Richtung See und Pool.

Der See war widerlicher als befürchtet, es lag sogar ein altes Ölfass darin, also verabschiedeten wir uns ganz von dem Gedanken, dort zu schwimmen. Außerdem war es auch verboten, weil dort letztens zwei Menschen ertrunken sind und es an diesem See keine Lifeguards gibt.

Der Pool lag zu unserer Überraschung direkt am Trail, in dem Zoo, den er durchquert. Hier sind Tiere der Appalachen zu sehen. Einerseits war es interessant und aufschlussreich, diese Tiere in Ruhe betrachten zu können und Infos darüber zu bekommen. Andererseits tut es einem in der Seele weh, diese Tiere, die man sonst in freier Natur sieht, auf engst Raum eingeschlossen zu sehen. Immerhin sind es nach Angaben des Zoos fast ausschließlich Tiere, die in freier Natur nicht mehr überleben könnten.

Das beste war eindeutig der Pool, der für Thru-Hiker kostenlos ist. Der Pool ist frisch renoviert und echt schön, morgens war er auch noch recht leer. Nachmittags war er wohl leider etwas überfüllt, so dass die Hiker dann lieber darauf verzichteten, dort zu baden. Am Eingang zum Pool gab es auch einen Automaten mit Speiseeis – es war großartig, mit leichtem Rucksack unterwegs zu sein, Eis beim Wandern zu essen und danach schwimmen zu können – es sollte mehr solche Tage geben!

Zurück zum Motel ging es dann mit dem Motelbesitzer – vielen Dank dafür! Als wir später zur Post gingen, um unser altes Zelt zurück zu REI zu schicken (das neue hatten wir gestern dort abgeholt) und Vorräte für die nächsten Tage einzukaufen, fing es plötzlich an stark zu regnen. Danach war die Gegend ein einziges, großes Dampfbad und leider kein bisschen abgekühlt. Später am Abend gab es noch ein heftigeres Gewitter, wir waren froh, dass wir das von drinnen beobachten konnten. Zum Abendessen gab es wieder lecker Pizza und Salat von Foodies – ich bin echt begeistert von diesem Laden. Und vom heutigen Tag, das war echt mal dringend nötig!!!

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