5millionenschritte

Appalachian Trail 2013 – so weit die Füße tragen

Appalachian Trail Railroad Station nach Schaghticoke Road (Kent) – 29,44km

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Ein Hoch auf Plan B! Da Mark heute noch einen Termin hatte, sollten wir schon um vier in Kent sein. Ich fand das ziemlich illusorisch, vor allem, weil es langsam wieder bergig wird. In unserer ersten Pause hat Big Red den Outfitter in Kent angerufen und gefragt, ob die Rucksäcke dort zwischengelagert werden könnten. Glücklicher Weise hatten sie damit kein Problem!

Das Wandern ohne schweren Rucksack ist irgendwie komisch! Einerseits fühlt es sich gut an, die Füße tun weniger weh und wir sind etwas schneller unterwegs, andererseits bekomme ich davon auf einmal wieder extrem verspannte Schultern und wir sind bei weitem nicht um so viel schneller wie erwartet. Vor allem der Zeitdruck macht uns zu schaffen. Es ist echt stressig, nicht im eigenen Rhythmus unterwegs sein zu können! Als absehbar war, dass wir es wirklich nicht bis vier schaffen, haben wir etwas Tempo rausgenommen und das war dann wesentlich angenehmer.

Es wird, nach den „flachen“ Staaten wie gesagt wieder bergiger. Die Whites werfen ihre Schatten wohl voraus. Ein wenig fürchte ich mich schon vor den nächsten Tagen. Die Temperaturen sollen wieder auf über 30 Grad bzw. sogar weit darüber hinaus steigen! Das in Kombination mit steilen Anstiegen und Mücken ist zur Zeit mein absoluter Albtraum. Wir werden wohl versuchen, noch zeitiger aufzustehen, zwischen zwölf und vier zu pausieren und dann bis in die Dunkelheit reinwandern müssen.

Heute ging es aber noch und wir waren um viertel nach fünf an der Straße. Dort wurden wir von einigen anderen Thru-Hikern als „The fantastic Four“ begrüßt. Mittlerweile sind wir wirklich schon seit fast 1.000 Meilen mit Yooper und Big Red unterwegs! Das ist mehr als die Hälfte unseres bisherigen Weges. Yooper meinte heute, dass viele Pärchen es zusammen nicht so weit schaffen. Da grenzt es fast an ein Wunder, dass wir immer noch zu viert unterwegs sind.

Auf dem Weg in die Stadt bzw. das Städtchen wurden wir vom uns entgegen kommenden Human gewarnt, dass das hier alles sehr versnobt sei. Wir sind jetzt in Connecticut und ja, es ist alles reicher, teurer und sauberer als im Süden. Uns hat aber eigentlich niemand schief angesehen. Es hilft wohl, mit zwei Frauen unterwegs zu sein. Wir sehen etwas gepflegter und nicht ganz so beängstigend wie diese einzelnen, bärtigen Waldmänner aus.

Beim Outfitter haben wir auch Booboo, OB und Dano wiedergetroffen. Es war nun schon nach sechs und wir mussten eine Übernachtungsmöglichkeit finden. Das einzige Hotel im Ort war unbezahlbar, zum letzten Shelter hätten wir den Berg wieder hochklettern müssen und Campspots haben wir auf dem Weg in die Stadt auch nicht gesehen. Booboo hat herausbekommen, dass man im Garten hinter der Kirche campen darf, aber OB und Dano hatten den besseren Plan: erst zu IGA, zum Einkaufen, dann in den nächsten Ort ins Motel, morgen früh zurück nach Kent und auf dem Trail zum Motel laufen. Ein weiterer Tag Slackpacking, aber entspannt und kurz.

Der Besitzer des Outdoorladens hat uns für 5$ pro Nase durch die Gegend gefahren und Yooper hat mit OBs Hilfe den Preis für die zwei Motelnächte gedrückt. Morgen früh werden wir um halb sieben abgeholt und es warten nur zwölf Meilen auf uns. Es liegen aber auch ein fieser Aufstieg und ein richtig steiler Abstieg auf der Strecke!

Noch 1.157km

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