5millionenschritte

Appalachian Trail 2013 – so weit die Füße tragen

Zero in Great Barrington

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Gestern Abend hatte man uns an der Rezeption gesagt, dass wir erst heute um 10:00 Uhr im Hotel nebenan unsere Wäsche waschen könnten. Das gab uns die Gelegenheit bis um acht auszuschlafen. Nach dem Aufstehen waren wir auch noch fest entschlossen, heute Mittag wieder rauszugehen. Bis die Zimmertür aufging. Das war als ob man in eine Wand reinläuft. 30 Grad am frühen Morgen! Unsere Entschlossenheit begann erste Risse zu bekommen und bröckelte auf dem Weg zum Supermarkt weiter vor sich hin.

Nach dem Einkaufen ging es zu Mc Donald’s für ein schnelles Frühstück. Genau davor kam uns Big Red entgegen. Der sah auch nicht wirklich motiviert aus. Es war einfach viel zu warm! Dazu kam noch, dass für morgen, laut Wetterbericht dem heißesten Tag überhaupt, eine 16-Meilen-Etappe auf dem Programm stand. Da würden Big Red und ich wohl einfach kollabieren und das will ja auch niemand. Er war mit einem Zero einverstanden, wir mussten nur noch Yooper überzeugen. Zurück am Motel haben wir sie nach ihrer Meinung gefragt. Die Antwort: „Im Frühstücksfernsehen hat ein Arzt gerade gesagt, dass man zwischen zehn und vier alle sportlichen Aktivitäten draußen vermeiden soll!“

Den Tag haben wir dann genutzt um mit unseren Journals aufzuholen, wir lagen beide ein paar Tage zurück, im Zimmer rumzugammeln und schwimmen zu gehen. Das Motel hatte einen Pool, den man auch benutzen konnte! Alleine der Gang mittags zum Supermarkt war die Hölle. 500 Meter ohne Rucksack im Schneckentempo und trotzdem brauchte ich sofort wieder eine Dusche.

Die beste Nachricht des Tages: REI nimmt unser altes Zelt zurück und erstattet den vollen Preis! Wir werden wohl wegen dem veränderten Wechselkurs ein bisschen Geld verlieren, aber ca 300€ Rückerstattung für ein kaputtes Zelt finde ich echt gut. Sie heißen hier wohl nicht umsonst „Return Every Item“ (Gib alles zurück). Es lebe der amerikanische Kundenservice!

Abends, als wir uns gerade etwas zum Essen organisieren wollten, brach plötzlich ein Unwetter los. Es schüttete wie aus Eimern, blitzte und donnerte. Die Tankstelle gegenüber erschien uns als gute Alternative um ein Abendbrot zu bekommen. An der Rezeption konnten wir uns einen Schirm ausleihen und wir sind so schnell wie möglich rüber gesaust. Zum Essen gab es da aber leider nichts vernünftiges. Dafür waren wir nun gefangen. Die 50 Meter zurück hätten uns komplett durchgeweicht da der Regen noch stärker geworden war. Der Tankstellenangestellte hatte die rettende Idee: große Müllsäcke! Wir hab Guck- und Atemlöcher reingerissen und sind so fast trocken zurück gekommen. Vielleicht kühlt der Regen die Luft ja dauerhaft ein wenig ab. Essen gab’s dann vom chinesischen Lieferdienst.

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