5millionenschritte

Appalachian Trail 2013 – so weit die Füße tragen

Cheshire nach Highway 2 (Williamstown) – 22,72km

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Tom ist wirklich großartig! Heute gab es sogar Frühstück, Kaffee, Donuts und Bagels. Um halb ging es los nach Cheshire. Als erstes zum dortigen Postamt, das so zeitig wie kein anderes bisher aufmacht. Unsere alten Schlafsäcke sind unterwegs nach Deutschland und wir mit unseren Spielzeugrucksack auf dem Weg nordwärts. Vor allem meiner sieht in Relation zur Körperlänge wirklich winzig aus!

Dann ging es in den größten Anstieg seit langem. 2.250 Fuß auf Mount Greylock, den höchsten Berg in Massachusetts. Da sich der Aufstieg aber über 5 Meilen hinzog, war es nicht ganz so schlimm. Der ganze Himmel und zum Teil auch der Wald hingen voller Wolken. Dazu war es auch ziemlich kalt, pro 1.000 Fuß Höhe wird es wohl ca. vier Grad kälter. Oben angekommen konnte man absolut nichts sehen, was weiter als 50 Meter weg war, nicht mal das Monument.

Vor dem Nebel und der Kälte sind wir schnell in die Lodge zum Mittagessen geflüchtet. Insgesamt haben wir zweieinhalb Stunden da oben zugebracht. Erst um viertel nach drei ging es auf der anderen Seite des Berges wieder nach unten. Die letzten 1,5 Meilen waren so richtig steil. Veronika ist schon gleich am Anfang des Abstiegs gestürzt, mich hat es in der Mitte erwischt. Je tiefer wir kamen, umso vorsichtiger mussten wir uns bewegen. Mit jedem Meter wurde es rutschiger. Letztendlich haben wir sage und schreibe EINE Stunde bis nach unten gebraucht.

Endlich unten mussten wir noch zum Motel nach Williamstown kommen. Eigentlich hat das Trampen bisher, wenn wir es denn mal versucht haben, immer ganz gut funktioniert, heute nicht. Yooper hat dann nochmal beim Motel angerufen und gefragt, ob wir nicht sowohl vom Trailhead abgeholt als auch morgen zurück gebracht werden könnten. Schließlich haben wir ja zwei Zimmer gemietet. Kaum hatten sie zugesagt, uns jemanden zu schicken, da hielt auch schon ein Auto neben uns. Das kleinste und vollste von allen, die da so vorbeifuhren, aber mit den Rucksäcken auf unseren Knien passten wir alle rein.

Laut unserem Wanderführer gab es genau gegenüber unserer Unterkunft den einzigen Supermarkt des Ortes. Der machte aber schon um neun zu. Also mussten wir innerhalb einer halben Stunde unsere Einkäufe erledigen. Als wir dort reinkamen, ahnte ich schon schreckliches. Ein Biosupermarkt! Das wurde der teuerste Resupply aller Zeiten. 120$ für vier Tage Essen plus Bier und Chips für heute Abend! Und das obwohl ich auf die 6$-Gummibärchen verzichtet habe…

Heute Abend haben wir dann leider auch noch erfahren müssen, dass Yank und Blue Bonnet den Trail verlassen haben. Ihre Knie sind wohl so hinüber, dass es zu riskant ist weiterzugehen. Schade! Die Goat Herd wird immer weiter dezimiert.

Noch 955km

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