5millionenschritte

Appalachian Trail 2013 – so weit die Füße tragen

Highway 2 nach Congdon Shelter – 22,56km

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Nach dem Frühstück ging es als erstes zur Tankstelle um die Ecke. Wir brauchten ja noch Gummibärchen und ich irgendetwas zum frühstücken für die nächsten drei Tage. Wären wir nur gestern schon dort hingegangen! Die Hälfte unseres Essens hätten wir dort gefunden. Die andere Hälfte hätte es wohl bei Rite Aid, dem Drugstore, gegeben. Dort musste ich noch hin um Handsanatizer und eine neue Kniebandage für mich zu kaufen. Nun ja, dafür essen wir die nächsten Tage bestimmt irre gesund!

Die Post, bei der Big Red ihren Maildrop abholen musste, machte um halb neun auf. Um neun wollte er wieder da sein, alles sortieren und um zehn sollte es zurück zum Trail gehen. An der Rezeption hat man uns gesagt, dass man uns um elf fahren würde. Auch wenn wir nicht mehr im Süden sind, haben sie hier die Ruhe weg! Letztendlich ging das Shuttle um halb zwölf und wir sind erst um viertel vor losgelaufen.

Vierzehn Meilen und erst nachmittags los. Eigentlich ist das keine gute Idee! Es ging aber ganz gut. Die Anstiege waren nicht wirklich schlimm, weit und breit keine Mücken, angenehme 20 Grad und der Trail war gut in Schuss. Bis wir nach Vermont kamen. Das ist unser zwölfter Bundesstaat! Jetzt liegen nur noch zwei, New Hampshire und Maine, vor uns. Natürlich müssen wir auch Vermont erst noch schaffen. An der Grenze startet der Long Trail (LT), der sich die nächsten 105 Meilen mit dem AT den Weg teilt. Laut einige Southboundern sind die Shelter jetzt wieder richtig voll, weil Northbounder, Southbounder und LT-Hiker gemeinsam unterwegs sind.

Außerdem wurde es matschig. Und zwar so richtig! TK hatte uns schon via Facebook gewarnt. Es ist wie im Süden nach den heftigen Regenfällen. Alles ist im Fluss und mittendrin verläuft der Weg. Das scheint hier der Normalzustand zu sein, denn in der Mitte liegen in regelmäßigen Abständen Steine, über die man manchmal hüpfen kann. Ansonsten sinkt man halt bis zum Knöchel ein.

Irgendwann hat uns dann B-Line eingeholt und wir sind hinter ihm her in Richtung Shelter gesprintet. Hoffentlich war das nicht zu viel für mein rechtes Knie! Das ist die letzten Tage etwas unleidlich drauf. Um das Shelter herum waren die Campspots echt dünn gesät, aber da für heute Nacht eine Tiefsttemperatur von nur sieben Grad angesagt ist, wollen wir nicht im kalten Shelter schlafen. Unsere Zelte stehen jetzt in angetrocknetem Schlamm. Ob wir sie jemals wieder sauber bekommen?

Noch 932km

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