5millionenschritte

Appalachian Trail 2013 – so weit die Füße tragen

Wir treffen auf den Long Trail! – Williamstown nach Congdon Shelter (mi 1603,4)

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Wir hatten beide eine außergewöhnlich gute Nacht in diesem Hotelbett – das erste mal seit Tagen hat mir mein Rücken kein bisschen weh getan. Weil Yooper und Big Red noch ihr Essen bei der Post abholen mussten, konnten wir sogar relativ lang schlafen. Unser Start verzögerte sich noch etwas, weil der Vater der Besitzerin, der uns fahren sollte, beim Arzt etwas länger brauchte als erwartet. Dieses Motel hat mir echt gut gefallen, die Besitzer waren sehr nett und hilfreich und das Motel war schön und sauber.

Gegen viertel vor zwölf waren wir endlich auf dem Trail. Vierzehn Meilen waren für heute geplant, das würde spannend werden, bis wann wir es zum Shelter schaffen würden. Es war schön kühl draußen, sobald man stehen blieb, fing man nach kurzer Zeit an zu frieren – ideales Wanderwetter! Wir kamen trotz Anstiegs gut voran und konnten um viertel vor vier unsere Mittagspause machen, weil wir schon etwas mehr als die Hälfte geschafft hatten.

Da waren wir schon seit drei Meilen in unserem zwölften Staat – Vermont! Massachusetts war viel besser gewesen als ich erwartet hatte. Die Mücken waren viel weniger schlimm als angenommen, das Wetter wurde besser und wir haben wundervolle Menschen getroffen. Vermont hat einen sehr guten Ruf hier auf dem Trail, ich hoffe, zu Recht. Es soll recht schlammig sein – das können wir bisher bestätigen. Ich bin an einer Stelle mehr als knöcheltief im Erdreich versunken und wir haben einen großen Teil der Wanderung heute damit verbracht von Stein zu Stein durch Matschfelder zu hüpfen.

Seit der Staatsgrenze laufen wir sowohl auf dem Appalachian als auch auf dem Long Trail entlang. Ich bin gespannt darauf Leute zu treffen, die den Long Trail entlang wandern.

Nach der Mittagspause sind wir die letzten drei Meilen zusammen mit B-Line gewandert. Ich laufe manchmal ganz gern Leuten hinterher und nicht immer nur voraus. B-Line hatte auch ein angenehmes Tempo für mich, wir waren echt fix beim Shelter. Unterwegs hatten wir Bärenspuren von einem großen und einem kleinen gesehen. Die beiden sind wohl auch ein Stück den Trail entlang gewandert. Es war ziemlich interessant, dass heute ganz oben auf dem Berg die Bäume merklich gedrungener und kürzer waren als alles, was wir bisher auf dieser Höhe und auch höher gesehen haben. Ich kann die Whites kommen sehen!

Um halb acht waren wir beim Shelter. Die Plätze für Zelte hier sind rar und schlecht, größtenteils überschwemmt vom Regen der letzten beiden Tage. Wir haben trotzdem einen halbwegs annehmbaren gefunden. Heute Nacht soll es richtig kalt werden, sieben Grad Celsius unten in Williamstown, also hier, 1500 Fuß höher, nochmal ca. 1,5 Grad weniger. Da können wir gleich unsere neuen Schlafsäcke testen!

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