5millionenschritte

Appalachian Trail 2013 – so weit die Füße tragen

Highway 11 (Manchester) nach Little Rock Pond Shelter – 31,68km

Hinterlasse einen Kommentar

Mein Rucksack war wirklich sehr schwer! Als uns der Motelbesitzer um sieben zum Trailhead gefahren hat, habe ich unser Gepäck auf die Ladefläche gepackt und Veronikas Rucksack war gefühlte fünf Kilo leichter. Gut, wahrscheinlich ist es nur etwas mehr als eines aber trotzdem macht es einen großen Unterschied! Vielleicht habe ich es mit meinen Vorräten doch ein klein wenig übertrieben.

Als erstes musste ich das alles den Bromley Mountain hoch schleppen. Oben angekommen begann es aufzuklaren. Anscheinend hatte es sich wirklich über Nacht abgeregnet und es versprach ein angenehmer, nicht zu warmer Tag zu werden. Weiter ging es über Styles Peak, Peru Peak und Baker Peak. Vor allem der kurze Anstieg zu letzterem war extrem steil und bestand eigentlich nur aus einer zerklüfteten Felsplatte. Der Ausblick auf die umliegenden Berge war dann aber auch großartig!

Nach all diesen Gipfeln ging es nur noch bergab. Nicht im übertragenen Sinne sondern im Profil! Man musste nur aufpassen, nicht auf die Nase zu fallen. Es ging entweder durch Matsch oder über rutschige Wurzeln oder über nasse Felsen oder über rutschige Wurzeln zwischen nassen Felsen im Matsch… Wir haben es ohne Verletzungen überstanden. Nur mein Knie und Veronikas Füße bereiten immer noch Probleme. Der Ruhetag hat ihnen zwar gut getan aber wahrscheinlich bräuchten sie eher eine Ruhewoche!

Um halb sieben waren wir am Shelter am See. Ich habe das Zelt aufgebaut, Veronika hat Wasser geholt und dann ist sie, Wasserratte, die sie nunmal ist, noch mit Yooper schwimmen gegangen. Erst als sie entdeckt haben, dass im Shelterlog etwas von Blutegeln stand, ließ die Begeisterung über den See etwas nach. Während die beiden baden waren, tauchten Garbage Man und Little Foot auf. Die sollten doch eigentlich schon hunderte Meilen vor uns sein! Sie haben in der großen Hitze teils gewollt, teils ungewollt zwei Wochen pausieren müssen und haben uns seit ein paar Tagen gejagt. Wir waren immer einen Tag voraus und erst durch den Zero haben sie uns eingeholt.

Wegen genau diesem wartet morgen wieder ein langer Tag auf uns. Wir müssen schließlich in drei Tagen die Strecke schaffen, für die wir mal dreieinhalb geplant hatten. Ein paar der Auf- und Abstiege von morgen sehen im Profil echt garstig aus….

Noch 829km

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s