5millionenschritte

Appalachian Trail 2013 – so weit die Füße tragen

Start für den Run nach Killington – Manchester, VT nach Little Rock Pond Shelter (mi 1667,6)

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Frank hatte es gestern Abend noch geschafft, einen Shuttle für uns zu arrangieren. Der Hotelbesitzer wollte uns heute morgen um sieben zurück zum Trail fahren. Das war ein echt liebenswerter Mann, er war wirklich glücklich über uns als Gäste.

Um kurz nach halb acht waren wir zurück auf dem Trail. Es war noch Regen bis in den Nachmittag hinein angesagt gewesen aber unser Hotelbesitzer, der seit über vierzig Jahren hier wohnt, meinte es würde bald aufklaren. Und er hatte recht, noch bevor wir auf dem ersten Berg oben waren, war die graue Wolkendecke aufgerissen und wir hatten einen wunderschönen Tag. Auf dem Gipfel oben war ein Skilift – wir kommen jetzt in die höheren und kälteren Regionen. Der AT geht auch ein Stück weit über die Skipiste und wir alle stellten uns vor, wie das wohl im Winter ist, dort entlang zu laufen.

Auf dem zweiten kleinen Gipfel des Tages trafen wir Nectar, eine Southbounderin. Sie hatte großartige Informationen für uns über die Whites: anscheinend kann man in den Huts auch Mittagessen bekommen. Sie hat wohl für die gesamte Strecke nicht mehr als eine Tagesration an Essen gebraucht, ansonsten konnte sie sich bei den Huts durchfuttern. Das hört sich nach leichten Rucksäcken an!

Wir kamen heute echt gut voran, es war schön kühl und der Weg abgesehen vom üblichen Matsch hier gut zu laufen. Zum Baker Peak hoch durften wir ein bisschen klettern, da waren wir dann ganz froh, dass die Felsen schon wieder trocken waren. Heute sind uns elf Southbounder begegnet, soviele haben wir noch nie an einem einzigen Tag getroffen. Wahrscheinlich ist das jetzt deren „Bubble“. Wir scheinen wieder irgendwo zwischendrin zu hängen, vor uns ist eine große Gruppe und hinter uns angeblich auch. Heute haben wir Rabbit getroffen, Sparky war mit ihr gewandert.

Dank unseres guten Tempos kamen wir heute schon um halb sieben beim Shelter an. Genug Zeit, dass Yooper und ich nach dem Wasserholen noch im angrenzenden See schwimmen gehen konnten. Dort waren außer uns Unmengen an Salamandern unterwegs. Denen scheint es hier gut zu gefallen, tagsüber hatten Frank und ich welche in einem Biberteich entdeckt. Ich hatte die noch nie schwimmen gesehen und war völlig fasziniert. Die sehen aus wie kleine Fische mit vier Füßchen! Morgen versuche ich vielleicht wenn ich mich traue, einen zu fangen. Schade, dass Blister nicht mehr hier ist, der hätte das mit dem größten Vergnügen und ohne Aufforderung sofort gemacht.

Als wir zurückkamen erzählte Frank mir ganz begeistert, dass Littlefoot und Garbageman hier seien. Wir hatten uns schon gewundert, weil wir eine Weile nichts mehr von ihnen in Shelterlogs gelesen hatten. Sie waren zwei Wochen vom Trail gegangen, um der Hitze ein wenig zu entkommen. Wie schön, sie wiederzusehen!

Morgen wollen wir wieder fast zwanzig Meilen machen, damit wir übermorgen nach Killington rein nur ca. dreizehn Meilen machen müssen. Also müssen wir morgen wieder früh aufstehen.

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