5millionenschritte

Appalachian Trail 2013 – so weit die Füße tragen

Ruhetag in Killington

5 Kommentare

Was für ein toller Ort für einen Zero! Die Mountain Meadows Lodge liegt direkt an einem See, Post und Lebensmittelladen sind fußläufig zu erreichen und wir haben fast nichts zu erledigen. Morgens ist Wasserratte Veronika als erstes schwimmen gegangen und ich habe mich mit Big Red hingesetzt und einen Plan für die nächsten zwei Wochen gemacht. Vor uns liegen die White Mountains, die wir in sechs Tagen erreichen werden, und da sollte man in etwa wissen, welche Etappen man laufen will. Sie gelten als der härteste aber auch schönste Abschnitt des Trails. Es ist nur etwas schwierig dort zu übernachten. Die Hütten sind ziemlich teuer, man muss sie vorher reservieren und einfach so zelten kann man nicht überall. Eigentlich wollte ich wenigstens in der Lake of The Clouds Hut eine feste Reservierung aber an unserem voraussichtlichen Ankunftsdatum sind sie schon ausgebucht. Als Thru-Hiker kann man aber manchmal für die Übernachtung in den Hütten arbeiten. „Work for Stay“ nennt sich das und wir werden es probieren.

Nach dem Frühstück und dem Pläneschmieden sind wir ins Dorf um unseren Zeltboden und neue Socken für Veronika bei der Post abzuholen. Wie schon unsere Wintersachen und Stiefel in der Lodge war auch hier alles angekommen und wir können mit kompletter Ausrüstung weiter gehen. Nur müssen wir es auch alles tragen. Außerdem brauchten wir natürlich noch Vorräte für die nächsten drei Tage bis Hanover, NH. Das Angebot in den kleinen Läden ist immer etwas eingeschränkt und relativ teuer. Wir sind trotzdem mehr oder weniger fündig geworden und für die nächsten Tage versorgt.

Nach einem kurzen Abstecher zum örtlichen Outdoorshop waren wir mit allem absolut notwendigen durch und konnten den restlichen Tag entspannen. Die beste Entspannung für müde Muskeln ist übrigens ein Whirlpool. Wie gut, dass es hier einen auf der Terrasse gibt! Während unsere Wäsche in der Maschine war haben wir im warmen bzw. heißen Wasser gelegen. Danach wurden mehrere Runden „Apples to Apples“ gespielt bevor es Zeit war wieder rumzugammeln. Vorbildlich wie ich bin, habe ich noch die Journaleinträge für die letzten Tage geschrieben und somit mein Tagwerk vollbracht.

Da wir so viele waren hat Bill, der Lodgebesitzer, auch noch Abendessen für uns gekocht. Salat, Nudeln mit Hühnchen, Erdbeer-Rhababer-Kuchen und ein Glas Wein. Ein würdiger Abschluss für einen ruhigen, verregneten Nachmittag!

5 Kommentare zu “Ruhetag in Killington

  1. Hallo ihr Hiker,
    hoffe ihr habt da etwas besseres Bier bei eurem Zero als auch schon (grins).
    So langsahm kommt Ihr auf die Zielgeraden …

    Bis bald, haltet durch, sende euch Kraft und viel Energie.

    Michu

    Ps; wo habt Ihr die Wintersachen abgeschickt?

    • Die Wintersachen und Regenhosen haben wir aus Harpers Ferry hierher geschickt. Das hängt halt vom Wetter ab. Dieses Jahr war’s lange kalt…

  2. Hey Runner Up danke fürs schnelle Antwort. Gruss an Veronika und die andern zwei.
    Was denkt Ihr wann seit Ihr bei der letzten Poststelle? Und Wo?

    • Das letzte auf dem Weg? Das wäre wohl in Monson (Maine), kurz vor den 100 Miles Wildernes. Da haben wir dann noch ca. 120 Meilen vor uns und sollten hoffentlich Anfang September dort sein!

  3. ok danke … ich wünsch es euch allen so sehr dass ihr es schafft

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