5millionenschritte

Appalachian Trail 2013 – so weit die Füße tragen

Kinsman Notch nach Franconia Notch – 26,08km

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Eigentlich sollte heute ein relativ entspannter Tag werden. Im Profil war nichts, was extrem schlimm aussah und wir waren ja nur mit Tagesrucksäcken unterwegs. Eigentlich… 16 Meilen in den Whites sind halt doch nochmal eine andere Hausnummer als sonst! Die Durchschnittsleistung der Thru-Hiker liegt hier nicht umsonst bei nur 10 Meilen.

Das Shuttle hat uns am Parkplatz in der Kinsman Notch abgesetzt und los ging es auf die Kinsman Ridge. Was war ich glücklich, diesen Aufstieg nicht mit Gepäck machen zu müssen! Veronika sollte den Rucksack auf den ersten acht Meilen tragen und ich auf den letzten acht. Nachdem wir es auf den Grat geschafft hatten ging es auf und ab, über Mount Wolf, immer wieder durch sehr matschige Abschnitte. Mittags haben wir am Eliza Brook Shelter Pause gemacht.

Von dort an war es meine Aufgabe, den Rucksack zu tragen. Die ersten 2,5 Meilen gingen hoch auf South Kinsman Mountain. Insgesamt waren es 2.000 Fuß Höhenunterschied. Obwohl es weniger als 1.000 Fuß pro Meile waren, ging unsere Geschwindigkeit in den Keller. Es war mehr eine Kletter- als Wandertour! Eigentlich war es auch nur meine Geschwindigkeit, die nach unten ging. Befreit vom Rucksack, rannte Veronika den Berg hoch und ich japste hinterher. Nach einiger Zeit hat sie dann beschlossen, dass ich definitiv zu langsam bin, und den Rucksack wieder übernommen.

Kurz nach vier waren wir auf dem südlichen Gipfel. Nach einer kurzen Pause ging es über den Gipfelgrat zur nördlichen Spitze und dann hinunter zur Lonesome Lake Hut. Nach unten waren wir noch langsamer als bergauf. Wir mussten einfach höllisch aufpassen nicht abzurutschen. In dem Fall wäre es mehrere Meter nach unten gegangen! Um sieben kamen wir an der Hut an. Wasserflaschen auffüllen und ab auf die letzten vier Meilen zur Straße. Die waren dann abgesehen von vielen Wurzeln und Felsbrocken relativ flach und wir kamen endlich schneller voran. Vorgestern wäre es wegen dem Regen unmöglich gewesen über den Cascade Brook zu kommen, heute ging es glücklicher Weise. Wir mussten zwar von Stein zu Stein springen, aber kamen rüber.

Auch wenn wir fixer waren, wurde es langsam dunkel . Gut, wir unsere Stirnlampen dabei hatten. Noch besser, dass ich Ersatzbatterien hatte denn Veronikas und Big Reds waren am schon fast am Ende! Der Weg war auch mit funktionierenden Lampen schwer genug zu finden. Endlich, um viertel vor neun, waren wir am Trailhead. Es lag aber noch eine knappe Meile bis zum Parkplatz vor uns. Dort haben wir ein Shuttle angerufen und uns zurück nach Lincoln fahren lassen. Das einzige „Restaurant“, dass noch offen hatte, war leider das mit dem großen, gelben M. Es half nix, wir hatten Hunger! Zwei Tabletts voller Junk Food später waren alle satt und um zehn waren wir wieder bei Chet. Soway hatte sich schon Sorgen gemacht. Morgen werden wir für diese lange Etappe zahlen müssen…

Noch 597km

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