5millionenschritte

Appalachian Trail 2013 – so weit die Füße tragen

South Arm Road (Andover) nach Highway 17 – 21,12km

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Noch ein letztes Mal slackpacken bis es auf Katahdin rauf geht. Das war eine wirklich gute Idee von Veronika. Wir haben hier in Andover die letzten Tage so eine Art Basislager gehabt und das hat uns echt gut getan. Wir haben trotzdem unsere Meilen geschafft, nur waren wir abends nicht immer völlig fertig mit der Welt. Drei Tage „Stadtessen“ waren wahrscheinlich auch nicht das schlechteste für unsere Energiereserven.

Apropos Essen. Der Tag begann mit einem bösen Schrecken. Als wir zum Frühstücken wollte, war im Little Red Hen kein Licht! Das durfte einfach nicht wahr sein. War es auch nicht. Sonntags machen sie nur erst um sieben auf. Leider haben sie aber morgen zu. Die frisch gebackenen Muffins, das Brot und die Omletts werden uns fehlen! Da mussten wir heute nochmal richtig zuschlagen. Himbeer Pie mit Vanilleeis zum Frühstück. Und das war nur Veronikas erster Gang! Ab übermorgen gibt es wieder Wasser, Pop Tarts und Grandma’s Cookies…

Der Wandertag heute ist schnell beschrieben: David hat uns vier am Trailhead abgesetzt und dann ging es rauf auf den Berg, über den Berg, den Gipfelgrat entlang, am Ende wieder runter und hoch zur Straße. 13 Meilen auf dem Trail aber auf der Straße waren es 40! So langsam wird es mit dem Gelände auch besser. Den ersten Berg konnten wir heute mit zwei Meilen pro Stunde nehmen. Es ist bei weitem nicht mehr so steil, man muss nicht immerzu über Felsen klettern und das einzige, was uns wirklich bremst, sind die vielen Wurzeln. Da muss man höllisch aufpassen, nicht abzurutschen oder hängenzubleiben!

Vor dem Anstieg hoch zur Straße gab es auch mal wieder Trailmagic. Das hatten wir lange nicht mehr. Neben einer Schotterpiste stand eine Kiste mit Mountain Dew Dosen und daneben hing die Wettervorhersage für die nächsten Tage. Da hat jemand wirklich praktisch gedacht! Die Regenwahrscheinlichkeit bis Donnerstag beträgt übrigens fast immer so um die 45%. Noch eine knappe Meile steil nach oben und wir waren da. Gerade als wir aus dem Wald kamen fuhr auch David mit dem Van an uns vorbei zum Parkplatz. Der Blick von dort oben war gigantisch! Unter uns erstreckte sich ein riesiger See, den wir schon vorher immer mal durch die Bäume gesehen hatten, und Wälder bis zum Horizont. Maine ist wirklich ein wunderschöner und einsamer Staat.

Zurück in Andover hieß es Abendessen im General Store, die Hostel- und Shuttlerechnung bezahlen (vor allem letzteres ging ein wenig ins Geld) und die Rucksäcke wieder voll packen. Wenigstens brauchen wir nur für zweieinhalb Tage Essen. Bis dahin schaffen wir es hoffentlich nach Stratton. Das ist dann noch kleiner als Andover, dort leben nämlich nur knapp 400 Menschen../

Noch 374km

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