5millionenschritte

Appalachian Trail 2013 – so weit die Füße tragen

Highway 27 (Stratton) nach East Flagstaff Road – 26,72km

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Morgens um sieben fuhr unser Shuttle zum nördlichen Trailhead ab. Veronika und ich im Kofferraum, Strawberry Donut, Whistler, Yooper und Big Red auf dem Rücksitz und Barbarosa auf dem Beifahrersitz. Nachdem wir den Highway verlassen hatten, ging es auf eine Forststraße mit entgegen kommenden Holzlastern. Das ist ja grundsätzlich kein Problem, aber wenn die gerade mal breit genug für unseren Geländewagen ist und die LKWs wie aus dem Nichts auftauchen kann es ganz schön beängstigend werden! Zwei gefühlte Beinaheunfälle später waren wir um acht Uhr am Start. Zwischen uns und Stratton lag jetzt das Bigalow Massiv.

Bis zum Little Bigalow Lean-to ging es nur sanft bergauf und wir waren schnell unterwegs. Danach wurde es steiler und wir wurden langsamer. Oben, vom Little Bigalow Mountain, konnten wir sehen, was in den nächsten Tagen vor uns liegt. Es wird flach! Erstmal galt es aber noch ein paar Berge und Täler zu überwinden. Im ersten dieser Täler, am Weg zur Safford Notch Campsite, haben wir alle zusammen unsere erste Snack Pause eingelegt. Die wurde etwas länger als geplant, weil alle versucht haben, ein äußerst freches Streifenhörnchen zu fotografieren, das die ganze Zeit um uns herumtobte.

Frisch gestärkt kletterten wir hoch zum Avery Peak. Die Sicht war gleich Null, weil wir mitten in einer nasskalten Wolke steckten. Irgendwann hörten wir Stimmen im Nebel. Auf dem Gipfel standen noch die Grundmauern eines alten Gebäudes, das Barbarosa als seine Burg verteidigte. Als wir näher kamen, konnten wir ihn auch sehen. Wie Rübezahl thronte er auf dem Berg! Kurz danach am Ende des Plateaus gab es eine Fotosession am 2.000 Meilen Punkt. Da sich der Trail ja jedes Jahr ein wenig verändert, war das zwar nicht der diesjährige aber egal. Wir hatten dadurch, dass wir südwärts liefen eh schon ein oder zwei Meilen mehr. Aus dem Süden kamen auch noch Shweasle, Techie und Chin Music dazu, so dass wir eine große und sehr fröhliche Truppe waren.

Mittagessen gab es an der Avery Memorial Campsite mit Little Foot und Garbage Man. Laut ihnen lag nur noch ein fieser Abstieg vor uns und dann würde es einfach werden. Über den Bigalow Mountain West Peak ging es steil nach unten. Das war aber noch nicht die böse Stelle. Die kam nach dem South Horn. Bei fürchterlichem Wind und zehn Metern Sicht mussten wir nach unten klettern. Barbarosa hat immer wieder auf uns gewartet. Er ist in diesen steilen Passagen, egal ob bergauf oder bergab, um einiges schneller als wir!

Danach wurde es aber wirklich leichter. Zusammen mit Yooper, Big Red und Barbarosa sind wir mit über drei Meilen pro Stunde vorwärts gestürmt. Schon um sechs, zeitiger als erwartet, standen wir an der Straße nach Stratton und obwohl wir zu fünft waren, hat gleich das erste Auto gehalten um uns mit in die Stadt zu nehmen. Dort kamen uns Timber, Little Engine und Ambassador aus dem Diner entgegen! Echt schön, sie nochmal wieder zu sehen. Nach dem Duschen sind auch wir ins Diner. Leider hatten sie die letzten zwei Abende nicht auf. Das war ein unerwartet sehr gutes Essen und zur Feier des Tages gab es auch mal Rotwein statt Bier dazu. Jetzt müssen wir noch für drei Tage Gewaltmarsch nach Monson packen und dann ab ins Bett.

Noch 274km

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