5millionenschritte

Appalachian Trail 2013 – so weit die Füße tragen

Auf dem Weg zur Fähre – East Flagstaff Road nach Pierce Pond Lean-to (mi 2030,7)

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Dieser Slackpack gestern war echt anstrengend gewesen – ich war immer noch platt, als es heute morgen so richtig raus ging. Zum Glück sah das Profil vielversprechend flach aus, ansonsten wäre das ein noch dramatischerer Start in den Tag geworden.

So sah es nur etwas beängstigend aus, wie wir auf müden Knien die Treppe mit unseren schweren Rucksäcken hinunterstolperten. Das Beladen des Transportfahrzeugs mit Rucksäcken und Hikern nahm einige Zeit in Anspruch. Whistler bestand darauf, im Kofferraum zu sitzen, damit die anderen es vorne bequemer hatten. Nachdem wir ihn dort mit einiger Mühe sicher untergebracht und die Klappe geschlossen hatten, fiel ihm ein, dass ihm dort wahrscheinlich schlecht werden würde. Er meinte aber, es würde genügen, wenn wir die Fenster ein wenig öffneten. Bevor wir auf die Foratstraße einbogen zog er dann doch die Notbremse und bat darum, nach vorn gelassen zu werden. Dummerweise hatten wir den Kofferraum so richtig gut zugemacht – er war nicht mehr zu öffnen. Wir ließen Whistler also nach vorne rauskrabbeln, dann konnte es weiter gehen. Die Fahrt hatte wieder etwas von einer Achterbahnfahrt ohne Sicherheitsgurte. Wenigstens kam uns heute kein Holzlaster entgegen und mir wurde kein bisschen schlecht.

Yooper und Big Red schienen heute so richtig gut in Form zu sein. Sie hatten es richtig eilig loszukommen und waren die ganze Zeit viel schneller als wir. Wahrscheinlich lag das daran, dass sie Barbarosa das Tempo vorgeben ließen. Unten am Flagstaff See wartete Shweasle auf uns. Er war frühmorgens am Shelter aufgebrochen und als er an den See kam, hatte er entschieden, dass er nicht alleine weiterwandern wollte. Also hatte er dort anderthalb Stunden auf uns gewartet! Wir freuten uns alle sehr und er wurde mit gebührender Begeisterung begrüßt.

Dann ging es weiter. Endlich mal wieder flaches Terrain, wir kamen mit über zwei Meilen die Stunde voran. Kurzzeitig liefen wir mit Barbarosa, Yooper, Big Red und Shweasle – die rasten mit über drei Meilen pro Stunde dahin und warteten auf uns an den Pausenplätzen. Um kurz nach halb fünf waren wir schon am Shelter. Weitergehen lohnte sich nicht, da wir über den Kennebec River müssen um zum nächsten Shelter zu kommen. Das ist der mit der Fähre, den man nicht einfach so überqueren darf, weil es zu gefährlich ist. Und die Fähre fährt leider nur bis vier Uhr.

Wir hätten auch weiter zu dem Hostel mit dem berühmten Pancake-Frühstück gehen können. Das wäre aber noch nicht mal eine halbe Meile weiter gewesen, das Bett inklusive Frühstück hätte vierzig Dollar gekostet und das Shelter hier ist wunderschön gelegen und unsere Freunde sind hier und sehr lustig drauf. Fast alle waren im See schwimmen, dann erledigten wir in aller Ruhe unsere Aufgaben und waren schon um kurz nach sieben bettfertig. Das ist ein neuer Rekord! Und das, wo wir die ganze Zeit ausgelassen rumgeblödelt und gealbert haben.

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