5millionenschritte

Appalachian Trail 2013 – so weit die Füße tragen

Ein wenig Statistik – Unsere Wanderung in Zahlen

4 Kommentare

Noch ein paar harte Fakten zu unserem Thru-Hike…

Strecken

Strecken_pro_Tag
(Durchschnittliche Kilometer pro Tag, inklusive Zeros)

Wir haben es am Anfang etwas langsamer angehen lassen. Wir waren ja nicht wirklich trainiert und das Wetter war auch nicht das beste. Dementsprechend haben wir im März mehr Zeros als geplant gemacht. Je weiter wir kamen, umso mehr Kilometer haben wir dann auch pro Tag gemacht. Bis der Juni kam. Die eine, krankheitsbedingte Woche Pause in Harpers Ferry hat unseren Schnitt ganz schön gedrückt. Im Juli waren wir dann zwar wieder etwas schneller, aber da hat uns (vor allem mich) die Hitze ausgebremst. Auch in den White Mountains, die wir im August durchwandert haben, ging es wieder langsamer voran. Wir waren da aber immer noch schneller als der Thru-Hiker-Durchschnitt, der in diesem Teil der Wanderung bei unter 10 Meilen pro Tag liegt. Dass uns die Zeit im Nacken saß, kann man sehr schön im September sehen. Mit nur fünf Tagen für die 100-Miles-Wilderness gehörten wir da zu den wirklich schnellen.

Inklusive aller Ruhetage hatten wir eine durchschnittliche Tagesleistung von 20km. Rechnet man die Zeros raus, kommt man auf 22,5km pro Tag. An den meisten Tagen sind wir also zwischen 15km und 25km gewandert:
Strecken_Verteilung
(Verteilung der Tagesleistung)

Unterkünfte

Bevor wir los sind, dachte ich noch, dass wir nur einmal pro Woche in einer Stadt übernachten würden. Dem war dann nicht wirklich so. Letztendlich haben wir 57% aller Nächte draußen im Zelt oder im Shelter verbracht, 29% in Hotels oder Motels, 13% in Hostels oder in den Huts in den White Mountains und 2% bei Trailangels:
Unterkünfte
(Verteilung der Unterkünfte)

Euro pro Meile

Ich hatte ja nach der Überquerung der Mason-Dixon-Linie schon erwähnt, dass plötzlich alles teurer wurde. Der oben erwähnte Aufenthalt in Harpers Ferry und die geringeren Tagesleistungen taten ein Übriges. Je schneller man ist und je seltener man in einer Stadt übernachtet, umso güstiger wird die Wanderung natürlich. Wir waren nicht schnell und wir waren oft in der Stadt. Im Schnitt haben wir pro Person drei Euro pro Meile gebraucht:
Euro_pro_Meile
(€ pro Meile)

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4 Kommentare zu “Ein wenig Statistik – Unsere Wanderung in Zahlen

  1. Wie viel kg habt ihr abgenommen ? Ausgangsgewicht ?

    • Auf den ersten 500 Meilen habe ich so gut wie nicht abgenommen. Da baut man ja einiges an Muskelmasse in den Beinen auf und die wiegt halt. In Waynesboro (vor dem Shenandoah National Park) haben wir festgestellt, dass die Gewichtsverluste sich zwar in Grenzen hielten, unser Körperfettanteil aber drastisch abgenommen hatte. Ich war da bei 6,5% („normal“ wären für Männer in meinem Alter 8-20%) und auch Veronika lag bei der Hälfte des für sie eigentlich „normalen“ Wertes. Im Laufe der gesamten Wanderung bin ich von meinen 78kg Startgewicht ungefähr 8kg losgeworden. Bei Veronika waren es glaube ich in etwa 2kg.

  2. Na, dass ist doch was genaues 🙂

    Sag bitte noch: In einen Satz nach Möglichkeit:
    Warum genau diesen Trail ? Was macht ihn aus ?
    Danke 🙂

    • Der AT bietet gerade für Neulinge im Weitwandern eine perfekte Mischung: er ist durchgehend gut markiert, er geht im Gegensatz zu europäischen Fernwanderwegen über weite Strecken durch die Wildnis, hat aber auch eine gute Infrastruktur, er ist nicht sooo überlaufen, aber man trifft immer noch viele Menschen, man wandert durch alle Jahreszeiten und lernt ein anderes Amerika kennen als man es sonst so kennt.

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