5millionenschritte

Appalachian Trail 2013 – so weit die Füße tragen

Wie übersteht man einen Thru-Hike?

2 Kommentare

„Was ist das Wichtigste, das man tun muss, um einen Thru-Hike zu schaffen?“ Diese Frage habe 2011 in einem Forum zum Appalachian Trail gelesen. Die Antwort darauf war bestechend einfach: „Loslaufen!“ Auch wenn es ganz einfach klingt, so leicht ist es nicht. Ich denke, dass man neben dem physischen Start vor allem mental loslaufen muss. Von Unfällen und Krankheiten abgesehen, kann es fast jeder schaffen. Man muss es aber wollen! Die meisten, die in unserem Jahr aufgegeben haben, wollten einfach nicht mehr. Sie hatten genug von den Strapazen und dem Wetter und keine Motivation mehr, weiterzugehen.

Wenn man eine so lange Wanderung in Angriff nimmt, sollte man sich neben all der technischen und logistischen Vorbereitung auch mental darauf einstellen. Im Englischen gibt es den Begriff „Mind set“, der das ganz gut beschreibt. Selbst dem stärksten Wanderer wird nach 1.000 Kilometern irgendwann langweilig und die Umweltbedingungen sorgen dafür, dass nicht jeder Tag ein wirklich schöner ist. Man sollte sich also vorher bewusst machen, dass es hart wird und sich überlegen, wie man solche Tage überstehen kann. Teilweise muss man es wohl einfach wie einen Job betrachten. Nur dass man statt ins Büro in den Wald geht und sich immer wieder sagen kann: „It’s still better than another day in the office!“. Wer sich tiefergehend mit der Psychologie des Weitwandern beschäftigen will, dem sei das Buch „Appalachian Trials: The Psychological and Emotional Guide to Successfully Thru-Hiking The Appalachian Trail“ von Zach Davis empfohlen.

Ein paar Tipps hätte ich dann auch noch:

Behalte das weit entfernte Ziel immer im Blick! – Und teile dir den Weg in kleine Etappen ein.

Sei stur! – Und flexibel genug um deine Pläne zu ändern.

Geh an deine Grenzen! – Und behalte immer eine Reserve.

Genieße die guten Tage auf dem Trail! – Und denk an sie, während der schlechten.

Gib niemals an einem schlechten Tag auf! – Und wenn, dann triff diese Entscheidung bei Sonnenschein auf einem Berg mit Aussicht.

HIKE YOUR OWN HIKE!

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2 Kommentare zu “Wie übersteht man einen Thru-Hike?

  1. Du bist ja ein richtiger Philosoph! 🙂

  2. Ich freu mich total fuer euch! es muss das krasseste, unbeschreiblichste gefuehl sein nach all den kilometern dort oben zu stehen. ich habe mich dazu entschieden weiter zu studieren, aber sobald ich meinen bachelor gemacht habe gehts los! ich denke jeden tag daran wie es ist den At zu laufen!
    Euer blog ist ja super! habe mir schon alles durchgelesen! 🙂 danke, dass ihr mir hilfe anbietet, die werde ich bestimmt in anspruch nehmen 🙂
    Sandra (patacon auf whiteblaze)

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