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Appalachian Trail 2013 – so weit die Füße tragen


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Northbound Thru-Hiker 2013

So langsam werden die von der Appalachian Trail Conservancy veröffentlichten Zahlen immer genauer. Die meisten Thru-Hiker dürften wohl schon ihr Certificate angefragt haben und ihre Zahl wird sich nicht mehr wesentlich erhöhen.

Laut der Statistik sind im letzten Jahr 2.700 Wanderer von Springer Mountain in Richtung Norden gestartet. Von denen haben es 1.130 (≈42%) bis nach Harpers Ferry geschafft, was in etwa der Hälfte des Weges entspricht. Auf Katahdin standen dann 548 (≈20%) Thru-Hiker. Im Vergleich zum Durchschnitt der letzten Jahre ist das eher wenig. Schon 2012 hatten es nur noch ca. 25% geschafft. Das liegt wohl daran, dass zwar die Startzahlen immer weiter steigen, die Anzahl der erfolgreichen Thru-Hikes damit aber nicht mithält. Außerdem war das Wetter in den letzten beiden Jahren ziemlich schlecht. Während in 2012 über lange Zeit extreme Hitze herrschte und viele Quellen ausgetrocknet sind, hatten wir in 2013 ein sehr kaltes und ungemein feuchtes Jahr.

Auch 2014 wird wohl gerade am Anfang nicht leichter. Zur Zeit ist die Zufahrt zum Springer Mountain wegen zuviel Schnee gesperrt und es mussten auch schon erste Wanderer gerettet werden, die sich bei den aktuellen Bedingungen rausgetraut haben! Es wird also anscheinend, wie bei uns im letzten Jahr, am Anfang sehr sehr kalt sein und wer zeitig starteted wird in den Smoky Mountains wahrscheinlich Scheeschuhe oder zumindest Spikes brauchen…

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Der Weg zurück

Vor gut zwei Monaten standen wir nach 176 Tagen Wanderung endlich auf Mount Katahdin. Irgendwie war es kein besonders erhebendes Gefühl vor dem Schild dort oben zu stehen. Es fühlte sich eigentlich wie ein ganz normaler Tag auf dem Trail an. Ich wusste zwar, dass wir irrsinnige 3.500 Kilometer gelaufen sind aber in meinem Kopf war diese Strecke noch nicht so ganz angekommen. Von außen gesehen mag es ein langer Weg gewesen sein, für uns waren es aber „nur“ viele kleine Etappen. Es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich realisiert habe, was wir da geschafft haben. Weiterlesen


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Wie übersteht man einen Thru-Hike?

„Was ist das Wichtigste, das man tun muss, um einen Thru-Hike zu schaffen?“ Diese Frage habe 2011 in einem Forum zum Appalachian Trail gelesen. Die Antwort darauf war bestechend einfach: „Loslaufen!“ Auch wenn es ganz einfach klingt, so leicht ist es nicht. Ich denke, dass man neben dem physischen Start vor allem mental loslaufen muss. Von Unfällen und Krankheiten abgesehen, kann es fast jeder schaffen. Man muss es aber wollen! Die meisten, die in unserem Jahr aufgegeben haben, wollten einfach nicht mehr. Sie hatten genug von den Strapazen und dem Wetter und keine Motivation mehr, weiterzugehen. Weiterlesen