5millionenschritte

Appalachian Trail 2013 – so weit die Füße tragen

Wie funktionieren „Mail Drops“ und „Bounce Boxes“?

Wir haben insgesamt nur fünf Maildrops gehabt. Mit zweien haben wir unsere Winterausrüstung vorausgeschickt (die muss man vor den White Mountains UNBEDINGT wieder haben!), mit einem kamen unsere Ersatzstiefel aus Deutschland und zwei Pakete mit Lebensmitteln haben wir nach Monson geschickt, weil der Laden dort zugemacht hat.

Auch wenn man weniger Stops machen will, in die Stadt musst man trotzdem, um sie abzuholen! Ich würde Maildrops auch nicht dauerhaft zur Essensversorgung nutzen. Aus Europa darf man eh keine Lebensmittel einführen oder schicken und alles vorher zu packen und sich so unterwegs zu versorgen ist auch keine gute Idee. Viele Amerikaner machen das, kaufen dann aber immer wieder neues Essen und lassen ihr geschicktes Zeug in den Hiker Boxen. Denn das was man am Anfang gerne mochte, kann man nach einiger Zeit einfach nicht mehr sehen! Wir hatten bis auf wenige Ausnahmen auch keine Probleme, uns unterwegs zu versorgen. Es kam nur selten vor, dass es schwierig war und dann war eigentlich nur das Angebot etwas eingeschränkt.

Zur Funktionsweise: Es gibt zwei Möglichkeiten, die beide im “AT Guide” (DER Wanderführer) erläutert werden. Entweder schickt man sich Pakete an ein Postoffice (Name, “General Delivery”, Postleitzahl und Ort sowie “ETA” – Expected Time of Arrival) oder an Hotels/Hostels/Motels/Läden/… Im Guide steht drin, wer Pakete annimmt. Die zweite Variante hat den Vorteil, dass sie die Päckchen länger aufbewahren. Postlagernd geht maximal für 30 Tage und man ist von den Öffnungszeiten der Post abhängig, die teilweise echt ungünstig sind! Natürlich sollte man, wenn man etwas an eine Unterkunft schickt, dort auch übernachten. Ansonsten werden teilweise recht heftige Gebühren fällig (5$ bis 10$). Etwas zum Postoffice zu schicken hat aber auch seinen Charme: Priority Pakete können, solange man sie nicht öffnet, KOSTENLOS immer weiter geschickt werden (Bounce Box)! Das geht meistens auch per Anruf. Wir hatten zum Beispiel einen Food Drop in Caratunk, den wir dort nicht brauchten. Also habe ich angerufen und ihn nach Monson umgeleitet.

Es gibt auch noch einen Fall, in dem man auf die Post angewiesen ist: Ausrüstung. REI schickt an den Trail eigentlich nur postlagernd, vor allem wenn es teure Sachen sind.

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