5millionenschritte

Appalachian Trail 2013 – so weit die Füße tragen


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Bridge of Orchy nach Glencoe Mountain – 17,4km

Zwischen dem Klingeln des Weckers und dem tatsächlichen Aufstehen lag dann doch noch eine geschlagene dreiviertel Stunde. Hätte es nicht nur bis halb zehn Frühstück gegeben, wären wir wohl sogar noch länger liegen geblieben. Nach dem Abendessen gestern, wollten wir das Frühstück aber auf keinen Fall verpassen. Und das war auch gut so! Neben Obst, Joghurt, diversen Cornflakes, Toast und Marmelade, gab es für jeden Porrige (auf den ich dankend verzichtet habe) und dann ein warmes Frühstück nach Wahl. Für uns gab es Eggs Benedikt bzw. Eggs Florentine. Es war wieder sehr sehr lecker! Weiterlesen

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Irn Bru und Scottish Tablet – Beinglas Farm nach Bridge of Orchy (mi 60,6)

Die Nacht im Zelt war etwas durchwachsen. Einerseits hat sich mein Rücken heute Morgen für den großartigen Untergrund bedankt – die Kombination aus Isomatte und Wiese ist besser als jede Matratze. Andererseits war es zeitweise doch etwas frisch gewesen und ich war immer wieder aufgewacht, weil die Luft, die durch die winzige Öffnung in meinem Schlafsack reingeschlichen kam, so kalt war, dass ich husten musste oder einfach nur an der Nasenspitze fror. Außerdem hing unser Außenzelt morgens voller Midgies, die teilweise im Kondenswasser ertrunken waren – zum Glück schaffen sie es aber nicht durch die Maschen des Moskitonetzes hindurch, das wäre sonst eine lustige Nacht geworden!

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Beinglas Farm nach Bridge of Orchy – 31,9km

Als wir letzte Nacht noch einmal kurz aus dem Zelt raus sind könnten wir den irren Sternenhimmel bewundern. So hell und deutlich habe ich die Milchstraße seit Maine nicht mehr gesehen! Da der Himmel fast wolkenlos war, wurde es aber auch gut frisch. Ich glaube, es waren so in etwa um die fünf Grad und da sind unsere leichten Schlafsäcke schon am Limit. Zumindest haben uns die Viecher nicht aufgefressen. Die klebten morgens alle im Kondenswasser am Außenzelt. Das sah schon fast schwarz aus! Weiterlesen


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Kletterparty mit Midgies – Rowardennan nach Beinglas Farm (Inverarnan, mi 40,7)

Das Aufstehen war heute echt anstrengend, mir tat einfach alles weh: die Oberarme vom Gebrauch der Stecken, der Rücken vom Bett, der Hintern, die Oberschenkel, die Knie und die Fußsohlen vom wandern und zu allem Überfluss hatte ich auch noch eine kleine Blase am kleinen Zeh, weil ich ein Loch in meinem tollen Zehensocken hatte. Ich war also ein gesamtkörperlicher Totalschaden, kurz gesagt.  

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Rowardennan nach Beinglas Farm (bei Inverarnan) – 22km

War das ein Gejaule und Gejammere heute Morgen! Alles tat uns weh und es war echt schwierig aufzustehen. Irgendwie haben wir uns aber zum Frühstück und dann wieder auf den Trail geschleppt. Das war erstmal ein echt mühsames Vorwärtskommen! Bis Veronika nach den ersten 500 Metern zwei Blasen an ihrem Fuß versorgen musste. Von da an sind wir nur noch gerannt. Die Midgies waren einfach nur noch fürchterlich! Sobald wir auch nur kurz stehen geblieben sind standen wir in einer Wolke von diesen Plagegeistern… Weiterlesen


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Drymen nach Rowardennan – 23,8km

Heute habe ich mich wirklich an das „Full Scottish Breakfast“! Naja, eigentlich hat mich Veronika überredet alles zu bestellen und nicht nur eine Auswahl. Es gab Spiegelei, Speck und Bratwurst. Soweit so normal. Dann kamen aber auch noch Bohnen, Blutwurst, Haggis und Kartoffelkuchen dazu. Die Bohnen war mir zu süß, die Blutwurst war ok, hat aber im Wesentlichen nach Gemüsebrühe geschmeckt, der Haggis war das beste von allem, wenn man den Kartoffelkuchen, auf dem er lag, weggelassen hat. Weiterlesen