5millionenschritte

Appalachian Trail 2013 – so weit die Füße tragen

Wie sah euer Zeitplan aus und habt ihr zwischedurch daran gezweifelt es zu schaffen?

Am Anfang haben wir nicht daran gedacht, aufzugeben. Erst als die Hitze so richtig zugeschlagen hat und wir gleichzeitig von Unmengen von Moskitos gequält wurden, haben wir mehrfach mit dem Gedanken gespielt, die ganze Sache sein zu lassen. Allerdings nie länger als einen Tag und meistens immer nur einer von uns. Das Gute war, dass wir schon mehr als die Hälfte geschafft hatten, als diese Gedanken das erste Mal kamen und dann überwog doch der Ehrgeiz, das bereits geschaffte nicht wegzuwerfen und sich weiterzuquälen.

Wir hatten bereits vor Antritt der Reise einen groben Plan aufgestellt, in dem wir 15 Meilen pro Tag und einen Zero alle vierzehn Tage angesetzt haben, wobei wir für die erste Woche nur zehn Meilen pro Tag und den ersten Zero nach einer Woche geplant hatten. Das ganze hatten wir in Excel aufgestellt und ausgedruckt, so dass wir dann für jeden einzelnen Tag sehen konnten, bei welcher Meile wir nach diesem Plan sein müssten. So hatten wir immer einen Überblick, ob wir unser Rückreisedatum gut einhalten konnten oder nicht.

Grundsätzlich haben wir aber immer nur konkret von einem Resupply bis zum nächsten geplant, also immer von Stadt zu Stadt und meistens für einen Zeitraum von 3-5 Tagen. Da konnten wir dann auch gleich immer die aktuelle Wettervorhersage miteinbeziehen. Ab dem Zeitpunkt, an dem wir gemeinsam mit Yooper und Big Red unsere Pläne gemacht haben, hatten wir meistens noch eine grobe Abschätzung, wo wir wann in den nächsten zwei Wochen sein wollten, da die beiden ja immer ihr Essen zugeschickt bekommen haben und ihre Eltern informieren mussten, wann sie die Päckchen wo hinschicken sollten.

In Ausnahmefällen, wenn wir unbedingt zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem Ort sein wollten kam es vor, dass wir auch für größere Zeiträume Pläne aufgestellt haben. In diesem Fall haben wir aber immer großzügige Puffer eingebaut, die wir meistens auch gebraucht haben.

Insgesamt kam es ständig vor, dass wir unsere Pläne umschmeißen und anpassen mussten – das mussten wir sehr schnell auf die harte Tour lernen, dass meistens alles anders kommt, als man denkt. 😉

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