5millionenschritte

Appalachian Trail 2013 – so weit die Füße tragen

Going West

2 Kommentare

Das Verwöhnprogramm von gestern Abend ging heute weiter: Trotz früher Stunde (halb fünf!!!) gab es frisch gebackene Brötchen, Kaffee und sogar ein perfekt gekochtes Frühstücksei. Anschließend hat Kerstin uns dann mit dem Auto ihres Mitbewohners zum Flughafen gefahren. Die Zeit bis zum Abflug durften wir mit dem Ausfüllen weiterer Formulare überbrücken. Diesmal für den amerikanischen Zoll und die Homeland Security…

Nach den letzten Abschieds-SMS ging es pünktlich los. Leider hatten wir keine Fensterplätze – trotzdem ist es uns gelungen, beim Anflug auf New York den einen oder anderen Blick auf die Stadt und die Umgebung zu erhaschen! Total abgefahren, die Skyline von New York in echt zu sehen!!

Nach einem kleinen Zwischenspiel mit der Homeland Security (alle wurden relativ schnell durch gewunken, nur Frank musste eine peinliche Befragung durchstehen, weil unser Rückflug erst so knapp vor Ablauf unseres Visums angesetzt ist) sind wir dann in einem gelben Taxi nach Long Island City gefahren. Der Taxifahrer war ganz begeistert, dass wir Deutsche sind, da er 9 Jahre lang eine deutsche Freundin hatte und aus dieser Zeit mit vielen Deutschen befreundet ist. Auf der Fahrt konnten wir nochmal die Skyline bewundern und erste USA-Klischees bestätigt finden: die typischen Lastwagen, die große Anzahl an extra langen SUVs und die Wassertanks über den Häusern, riesige Leuchtreklamen und die gelben Schulbusse. Allerdings sieht New York mit seinen Unmengen an schnuckeligen Einfamilienhäusern in weiten Strecken eher nach großflächiger Kleinstadt aus als nach der Wolkenkratzer-Metropole, die wir erwartet hatten!

Jetzt sitzen wir in einem netten kleinen, alternativ angehauchtem Café mit W-Lan und warten auf Bethany, meine Freundin aus New York, bei der wir übernachten dürfen und die uns die Stadt zeigen wird. Auf dem Klo dort habe ich das Gedicht „The Road Not Taken“ von Robert Frost wiedererkannt, das auch in meinem Lieblingsbuch zum A.T. („White Blaze Fever“ von William Schuette) zitiert wurde – wenn das kein gutes Zeichen ist!
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2 Kommentare zu “Going West

  1. Es ist ein gutes Zeichen!! Alles andere ist Unsinn!! Es sei denn ihr vergesst die Karte zu meinem Geburtstag, dann garantiere ich für nix 😉

  2. Der nicht gegangene Weg

    Zwei Wege trennten sich im fahlen Wald
    und, weil ich nicht auf beiden konnte gehn
    und einer bleiben, macht‘ ich lange Halt
    und schaute auf des einen Wegs Gestalt,
    soweit ich durch die Büsche konnte sehn.

    Ging dann den andern – der, genauso schön,
    den größer’n Anspruch hatte auf Gebrauch,
    denn Gras wuchs drauf und brauchte Drübergehn –
    obgleich die Wand’rer, muß ich schon gestehn,
    gebrauchten einen wie den andern auch.

    Sie lagen vor mir, beide gleich, zuhauf
    mit Blättern, die kein Tritt noch aufgestört.
    Ich hob mir einen Weg für später auf!
    Doch Wege führ’n zu and’rer Wege Lauf:
    Ich wußte wohl, daß keiner wiederkehrt.

    Und seufzend werd‘ ich einmal sicherlich
    es dort erzählen, wo die Zeit verweht:
    Zwei Waldeswege trennten sich und ich –
    ich ging und wählt‘ den stilleren für mich –
    und das hat all mein Leben umgedreht.

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